Grazer Stockwerk: Grandioses Finale mit Asja Valcic und Klaus Paier
Kompositionen
Interpretation
Präsentation
4.8Sterne

Seit 2008 machen Klaus Paier und Asja Valcic gemeinsam Musik, die sie mittlerweile mit mehr als 200 Konzerten um die ganze Welt gebracht hat. Nach ihrer preisgekrönten Debüt-CD Á Deux und den Silk Road-Roadmovies haben die beiden nachgelegt:

Im August erschien die dritten CD namens Timeless Suite (ACT Records), mit der sie auch gleich den Preis der deutschen Schallplattenkritik abgesahnt haben. Das breite Spektrum ihrer musikalischen Vorlieben haben sie geschickt in ihren eigenen Stil verpackt, und wir waren schon gespannt, ob Asja Valcic & Klaus Paier den hohen Standard ihrer Aufnahmen (hier gehts zur music-news Album-Kritik von Timeless Suite) auch live präsentieren können.

Asja Valcic & Klaus Paier

Asja Valcic & Klaus Paier (c) Gerald Flor

Asja & Klaus live

Am Samstag, dem 19. Dezember, war es dann soweit: Asja Valcic & Klaus Paier beendeten die Saison 2015 im Grazer Stockwerk mit einem berauschenden Konzert. Im ersten Set wurde mit Vocalmente“, einer treibenden und dennoch meditativen Komposition von Klaus Paier gleich die Richtung für diesen Abend festgelegt. Danach kamen zwei Kompositionen von Asja Valcic – „Ibiza at noon“ und „Amelie’s fairy tale“ – bei denen sowohl Asjas kompositorische Raffinessen als auch das harmonische Zusammenspiel von Asja und Klaus deutlich wurden. Und spätestens nach „Incontro con Stravinsky“ (Klaus Paier gelang mit seiner Bearbeitung einiger Sätze der Pulcinella Suite wahrscheinlich eines der besten Arrangements überhaupt) war klar, dass Asja und Klaus die hohen Vorgaben ihres neuen Albums auch live umsetzen können.

Es war nicht nur die technische Perfektion, die einen mitriss (vor allem die saubere Intonation bei den zahlreichen schwierigen Cellopassagen fiel äusserst angenehm auf), sondern auch die enorme Bandbreite an Emotionen und die vielen interessanten und mit Leidenschaft vorgetragenen Rhythmen machten den Abend für die Zuhörer zu einem Erlebnis. Das erste Set wurde mit „Saskia’s Dance“, einer Komposition Asjas – für ihre Tochter geschrieben –  sowie mit zwei Songs von Klaus aus dem Album Silk Road („Silk Road“ und „Ayer“) vollendet.

finale furioso

Klaus Paier

Klaus Paier (c) Gerald Flor

Nach der Pause begann man mit Asjas „Maestoso & Melodioso“ wieder sehr groovig, wonach ihre Bearbeitung einer Sarabande von Johann Sebastian Bach etwas blass erschien.  „Dramatique“, Klaus Paiers Song für alle Mittelalter Fans, und „Just a Day“, ein weiterer Song des Albums „Silk Road“ brachten aber wieder den mittlerweile gewohnten Schwung in das prall gefüllte Grazer Stockwerk.

Asja Valcic

Asja Valcic (c) Gerald Flor

Beim letzten Song des Abends, „Tango Loco“, war das Publikum dann endgültig zufriedengestellt, und als Zugabe gab es dann eine sehr schöne Bearbeitung von „Oblivion“ von Astor Piazzola. Ein großes Kompliment auch an die erstklassige Tontechnik: die zwei normalerweise nicht leicht zu behandelnden Instrumente wurden exzellent übermittelt.

Nach dieser großartigen Performance war die Arbeit für Asja Valcic & Klaus Paier jedoch noch nicht getan: ihre Alben gingen weg wie warme Semmeln, und sie kamen mit dem Signieren fast nicht hinterher. Wer bei den kommenden Auftritten am 15. und 16. Jänner in Lienz und Feldkirchen, am 24. Jänner in Saalfelden sowie am 4. und 7. Februar in Steyr und Innsbruck nicht die  Gelegenheit hat, dabeizusein, kann auch hier CDs von Asja und Klaus bestellen. Die Musik der beiden ist live und auf Scheibe ein Genuss!

Asja Valcic & Klaus Paier

Asja Valcic & Klaus Paier (c) Gerald Flor