Die Königin des deutschen Schlager weiß genau, wie man Wien verzaubert.

Wenn jemand weiß, wie man Tausende von Menschen in seinen Bann zieht und sie verzaubert, dann ist das niemand anders als die Königin des Schlagers: Helene Fischer. Sie füllte das Ernst Happel Stadion in Wien und begeisterte rund 45.000 Zuseher mit ihrer atemberaubenden und phänomenalen, ja beinahe unbeschreiblichen Bühnenshow. Außer dem britischen Weiberheld Robbie Williams hatte es zuvor noch nie jemand in der Geschichte geschafft, das Ernst Happel Stadion an zwei Abenden infolge durch seine Konzerte zu füllen.

DIE FLIEGENDE HELENE

Anstatt des fliegenden Holländers konnte man Fräulein Fischer durchs Stadion fliegen sehen. Das war zweifelsohne das Highlight ihrer Show, als sie über die Massen von Zusehern durch das gesamte Stadion gleitete. Sie war aber nicht nur in den Lüften Wiens unterwegs, sondern sang währenddessen auch noch und drehte sich in ihrem Seil hin und her, überschlug sich und turnte förmlich in der Luft herum. Das muss mal einer nachmachen, all das gleichzeitig zu tun und dabei alles fehlerfrei über die Bühne zu bringen. Hut ab!

NOCH MEHR VIELFALT GEHT FAST NICHT

In sämtlichen U-Bahn Stationen konnte man bereits vor dem Konzert das Publikum sichten und es fuhren sogar Sonderzüge, die die Unmengen an Besucher ins Stadion transportierten. Schon in den Zügen sah man die Vielfalt von Helene Fischerfans, denn es gibt selten ein Konzert, in dem das Publikum so breit gefächert ist, wie es bei ihr der Fall ist. Von Kleinkindern bis hin zu Omis und Opis war alles präsent und auch völlig begeistert während der Show dabei. Beinahe jeder kannte alle Songtexte auswendig und sie sangen auch aus vollem Hals mit, sobald Helene Fischer das Publikum aufforderte, in ihren Gesang mit einzustimmen. Bei 45.000 Fans kann man sich die Stimmung vorstellen, da gab es auch vor dem Konzert keine ruhige Sekunde.

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INNOVATION IST ALLES

Als würde ihre Show an sich schon nicht genug Grund zur Begeisterung bieten, hat sich das Team von Helene Fischer für die Farbenspiel Stadion Tournee auch noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um das Publikum aktiv in die Show einzubinden. Erstmalig in der deutschen Musikgeschichte gab es eine App für die Zuseher, die sie während des Konzertes nach Aufruf von Helene Fischer aktivierten und so Teil der einzigartigen Lichtershow der Farbenspiel Tour 2015 wurden. Bei „Immer wieder dieses Fieber spüren“, erstrahlte plötzlich das gesamte Stadion durch bunte Lichter, die dank der App dieses Event noch unvergesslicher machten. Aber auch auf der Bühne gab es Grund genug zu staunen. Feuer war das Hauptmotiv und so schossen Feuerkugeln von der Bühne aus in die Luft und auch ein Feuerwerk zum Abschied des Abends.

SO VERZAUBERTE SIE WIEN

Man erwartet von einer Sängerin ja zu recht, dass sie Töne halten kann und ihre Lieder makellos singt, doch was Helene Fischer auf der Bühne bot war fern von allen Erwartungen. Die ganzen 150 Minuten die sie auf der Bühne war kam kein einziger falscher Ton über ihren Lippen, auch nicht während sie sich körperlich verausgabte. Es gab kaum eine Minute wo sie still stand, denn die meiste Zeit faszinierte sie ihre Fans mit Tanzeinlagen oder musicalähnlichen Darbietungen, die choreographisch keinen Platz für Kritik zulassen. Aber nicht nur mit ihrer einzigartigen, gefühlvollen und unverkennbaren Stimme schaffte sie es die Herzen der Zuseher zu öffnen, sondern auch durch ihre Worte, die wirklich berührten und zum Nachdenken anregten. Mit 31 Songs die alle ihre großen Hits umfassten, gab sie Gas und ließ ihre Fans mit Nummern von Tina Turner, Herbert Grönemeyer bis hin zu Bryan Adams aufleben. Das Motto des Abends waren übrigens die vier Jahreszeiten, die durch die verschiedenen Hintergrundeffekte symbolisiert wurden.

OUTFIT AFTER OUTFIT

Aus der Puste kommen war sichtlich nicht Teil ihres Plans, denn sie nahm sich nicht einmal mehr als zwei oder maximal drei Minuten Zeit um sich ihr Kostüm zu wechseln. Plötzlich tauchte sie auf der Bühne unter und erschien wenige Minuten später wieder mit neuen modischen Phänomenen. Auch die Ear-Plugs änderten sich farblich immer mit ihrem Outfit mit, denn es muss ja alles stimmig sein. Mit rund sieben Outfits ließ sie die Österreicher ins Staunen verfallen und punktete dadurch vor allem bei den jüngeren Fans.

Die Setliste des Abends:

Unser Tag

Und morgen früh küss ich dich wach

Fehlerfrei – Sexy Back

Mitten im Paradies

Wunder dich nicht

Marathon

Te quiero

Ich wollte nie erwachsen sein

Vergeben, vergessen…

Feuerwerk

Medley: Party Rock Anthem, Seven Nation Army, Sexy, Männer, Sex on Fire, The Best

Mit keinem andern

So kann das Leben sein

Everything I do

Fever-Immer wieder dieses Fieber spüren

Von hier bis unendlich

Ein kleines Glück

The Rose

König der Herzen

Hundert Prozent

Die Hölle morgen früh

Zugabe: Phänomen, Atemlos

Somit kann man an diesem Abend nichts bekritteln, denn es war von Anfang bis zum Schluss alles perfekt. Gratulation!

Foto (c) Vera Schmidt

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