Das Album „Doors“ von Ida Gard macht gute Laune dank toller Beats und eingängiger Pop-Sounds!

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo eine andere für Dich – genau so sieht die Dänin Ida Gard das Leben und ihre musikalische Karriere. Bisher ist sie schon ziemlich weit damit gekommen!

Großes Label? Nein, danke!

Wenn eine junge, aufstrebende Künstlerin von einem großen Label unter Vertrag genommen werden soll, dann würde ihr wahrscheinlich jeder raten zuzuschlagen und das Angebot anzunehmen. Doch statt sich binden zu wollen, wollte Ida Gard ihre Unabhängigkeit nicht aufgeben und lehnte das Spitzenangebot ab. Und was ist das Ergebnis dieser waghalsigen Aktion? Ihre Songs landeten unter die Top 10 in Dänemark, eine Nomination für das beste unabhängige Pop-Album weltweit und die Ausstrahlung ihrer Single „Nothing’s Wrong Song“ in der dänischen Version des Fernsehformats „X Faktor“. Aber damit nicht genug. Neben einiger eigener Touren in Deutschland hat sich auch die Singer-Songwriter-Legende Bob Dylan begleiten dürfen.
Ein weiteres Highlight in ihrem Musikdasein war ihr Auftritt beim SPOT Festival, an dem sie verschiedene Songs vorgetragen hat, die aus der Hand von Flüchtlingen aus dem Irak, Palästina, Syrien oder Bosnien und deren Unterstützern stammten.

Ida_Gard_Cover_Doors

Cover des Albums „Doors“

Zweites Album seit Herbst erhältlich

Seit September 2014 ist ihr zweites Album „Doors“ erhältlich. Nachdem sie mit ihrer ersten Platte „Knees, Feet & The Parts We Don’t Speak Of“ über ein Jahr Erfolg hatte, wollte Ida ihre neuen Inspirationen und Eindrücke verarbeiten. Nicht nur Erlebnisse aus New York haben die junge Frau geprägt, sondern auch Zusammenarbeit mit Gibson Les Paul oder der überwältigende Hurricane Sandy. Der Titel „Doors“ wurde von Ida deswegen gewählt, weil Türen für sie eine Art Metapher sind, wie sie es im gleichnamigen Opening Titel erzählt. Wenn sich Türen öffnen, können sich neue Möglichkeiten ergeben. Werden sie dagegen geschlossen, blockieren sie unsere Wege, sodass wir andere Alternativen suchen müssen.

Ida vermittelt Unabhängigkeit, Authentizität, Professionalität

Doch nicht nur dieser Song steht für das Lebensgefühl, das Ida vermitteln will: Unabhängigkeit, Authentizität, Professionalität. Ida weiß was sie will und wie sie es musikalisch darstellen kann. „Beginners“ ist ein leichter romantischer Song, der von der Zusammengehörigkeit zweiter Personen handelt, die beide Anfänger sind. Doch das was zählt ist die Leidenschaft, die beide in sich tragen und damit glücklich werden wollen. In diesem Track zeigt Ida gegenüber vieler anderer Songs mehr Gefühl. Im Titel „Need A Break“ geht es dagegen selbstironisch und mit angezogenem Tempo zur Sache. Wer kennt nicht Situationen, in denen wir scheinbar nichts zustande bringen und am liebsten eine „Tüte Chips und ein Kit Kat“ für eine Pause bereitlegen. Spannend, wenn sich die Worte „I need a…“ und „Ida“ so ähneln, dass erst ein Blick ins Booklet aufschlussreich ist. Dieses bietet überdies noch drei spezielle „Oh my Gard-Tipps“, die lebenspraktische Hinweise beinhalten.

Wer es lieber ein wenig sarkastisch möchte, dem sei der Song „U gonna come?“ ans Herz gelegt. Vor allem den Hörerinnen unter uns werden die beschriebenen Szenen bekannt vorkommen. Man wartet auf den Mann des Herzens, der sich wieder einmal verspätet, der uns wieder einmal warten lässt und der uns in Ungewissheit lässt, was denn nun Sache ist. Ida erklärt in dem Track, dass sie es hasst, wenn er zu spät kommt und sie all ihre Zeit damit vergeudet auf ihr Handy zu sehen oder untätig auf ihn zu warten. Dennoch vergibt sie ihm immer und immer wieder.

Musikalisches Fazit

Das Album von Ida fasst elf Songs, von denen jeder seine eigene Geschichte zu erzählen hat. Musikalisch steht Idas Stimme im Vordergrund. Je nach Stimmung des Tracks wird diese entweder mit schnellen Beats untermalt oder von Gitarrenklängen umrandet. Vielleicht wäre eine langsame Ballade noch wünschenswert gewesen, in der Idas Stimme hervogehoben wird. Doch in den langsamen Songs des Albums kommt diese schon sehr gut zur Geltung. Idas Sound ist geprägt von eingängigen Pop-Rhythmen, die auch gerne Synthie-Sounds verwenden. Eine tolle Mischung, die an trüben Tagen gute Laune zaubert!
Credits:
Photos by Aperaat, Believe Digital GmbH

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