Black Cage fast unplugged im Tunnel
Songwriting
Arrangement
Technik
Bühnenshow
4.0STERNE

Frisch von zwei Auftritten als Vorgruppe von Marco Mendoza in Deutschland kamen Black Cage in den Tunnel, um am Samstag, dem 24. März ein Unplugged-Set zum Besten zu geben.

Es ist der zweite Unplugged-Auftritt der Modern Glam Rock Band aus dem Burgenland, schon letztes Jahr gab es einen Unplugged-Gig im Tortuga-Pub in Mödling. Dieses Mal überraschte die Band mit einer etwas ungewöhnliche Besetzung für eine ausgesteckte Setlist. Kati Cher und Dan Rider wurden diesmal nicht von einer klassischen Rhythmusgruppe, bestehend aus Drums und Bass, begleitet. Rider verzichtete nicht auf seine E-Gitarre und das Pedalboard – die beiden wurden durch Keyboarder Paul Temmel unterstützt.

Unplugged im Tunnel: Black Cage

Diese ungewöhnliche und streng genommen nicht-unplugged-Besetzung machte Black Cage in den ersten Nummern durchaus zu schaffen. Wie üblich, wenn man zum ersten Mal mit neuen Musikern auf der Bühne steht, ist es nicht ganz einfach, schon ab dem ersten Song voll da zu sein. Gerade Dan Rider, der es gewohnt ist, seine Glam Rock Riffs über den Teppich einer druckvollen Rhythmusgruppe abzufeuern, musste sich an die neue Livesituation gewöhnen. Doch schon beim dritten Song schlug die Routine durch und man konnte von einem amtlichen Bandsound reden.

Auch die ohnehin schon immer beeindruckende Stimme von Kati Cher konnte bei dem weniger umfangreichen Arrangement noch besser glänzen. Gerade im neuen Album „Excess all Areas“ sind einige Balladen vorhanden, die sich für den kleineren Rahmen im Tunnel gut eignen. Wer aber die explosive Bühnenshow von Black Cage aus den bisherigen Gigs gewohnt war, musste sich mit einer zurückhaltenderen, fast für den Jazzclub abgestimmten Liederabend-Stimmung zufriedengeben. Da nicht alle harten Rocknummern für dieses Setup geeignet erschienen, wurde das Programm durch gut gewählte aber vielleicht etwas unbekanntere Covernummern erweitert. Da der Glam Rock Fan schon bei Bon Jovi und Guns N‘ Roses auf zuckersüße Balladenkost stand, war dies auch hier nicht fehl am Platz.

Fazit

Black Cage mal anders. Zwar mit E-Gitarre, aber ohne Rhythmusgruppe zeigte die Band eine ganz neue Facette ihres Könnens. Vielleicht etwas anders, als man es sich erwartet hat, aber man kann dennoch von einem gelungenen Konzert sprechen. Black Cage hat zumindest versprochen, dass sie, wenn die Festivalsaison vorbei ist, wieder einen Unplugged-Gig in kleinerem Rahmen veranstalten wollen.

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