Am Samstag, den 19. Dezember 2015, teilten sich gleich vier Grazer Bands die Venue im Club wakUum: Contact High, Stereo Season, Daya Rouge und Feisty Prey.

Ursprünglich war das Event als eine Art Weihnachtsfeier für Stereo Season, Daya Rouge, Feisty Prey und eine weitere Band gedacht, die sich einen Proberaum teilen. Nachdem die vierte Band sich jedoch kurz vor dem Konzert auflöste, sprang Contact High spontan ein.

Contact High als Opener

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© Contact High

Contact High startete auch gegen 21:00 Uhr gleich als erste Band des Abends mit dem Song „Of Slow Worms And Snakes“, das einzige ihrer älteren Lieder, das sie an diesem Tag zum Besten gaben.
Markus Diepold, der Gitarrist der Band, ist momentan auf Auslandssemester in Amerika, weshalb bis zu seiner Rückkehr Gerhard Rosskogler bei Auftritten aushilft. Gerhard Rosskogler ist außerdem zusammen mit Contact High Schlagzeuger Gernot „Champ“ Diepold Mitglied der Bands A Lie Untold und Dystersol.

Bei einem Konzert von Contact High merkt man, dass sie alle die Musik lieben. Sie spielen nicht, um irgendjemanden zu beeindrucken oder das Publikum von etwas zu überzeugen, das sie nicht sind. Sie spielen, weil sie es gerne tun und sie machen ihre Sache unglaublich gut.
Sobald Markus Diepold in den nächsten Tagen nach Österreich zurückkehrt, werden sich Contact High ins Studio begeben, um an der Veröffentlichung eines neuen Albums zu arbeiten: Nach ihrer Debüt-EP „On The Run“, die 2013 erschien, wird dieses Album das erste in voller Länge sein. Ihre bisherigen Veröffentlichungen sollte man sich auf jeden Fall anhören. Was sich gut trifft, da man das kostenlos auf Soundcloud machen kann:

Der Inbegriff von Rock

Die Rockband Stereo Season spielte an diesem Abend zum ersten Mal auch neue Songs vom kommenden Album, das im Oktober erscheinen soll.
Die Musik der vierköpfigen Band ist der Inbegriff von Rock: Die Band bildet sich rund um die gesanglichen Höchstleistungen des Sängers Mario Zechner, dessen Stimme sowohl bei Balladen als auch schnelleren Liedern überzeugt.
Ihr viel gelobtes Joy Division Cover „Love Will Tear Us Apart“, das es auf den 11. Platz der Soundportal Charts geschafft hat, hielten sie sich bis zum Schluss auf.
Stereo Season bewies durch diesen Auftritt, dass es auch heutzutage noch Bands gibt, die live exakt gleich gut klingen wie auf ihren Aufnahmen.

Charme, Sympathie und Gelassenheit

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Daya Rouge © Club wakUum

Nachdem der Bassist Christian die Band Daya Rouge verlassen hat, haben sie sogleich einen würdigen Nachfolger gefunden: Richard. In der aktuellen Formation gibt es Daya Rouge erst seit August.
Die alternative Rockband stimmte ihren Auftritt an diesem Abend mit ihrem Song „Succed“ ein. Sie überzeugten vor allem mit Charme, Sympathie und Gelassenheit. Sänger und Gitarrist Stephan spielte einmal doch tatsächlich mit der Gitarre in seinem Nacken und später legte er diese auch auf den Boden, weiter spielte er natürlich trotzdem.
Im Laufe ihres Auftritts gaben sie den Song „Bang Bang“ von Nancy Sinatra zum Besten, dem sie mit ihrer ganz persönlichen Interpretation wieder neues Leben einhauchten. Ein Cover von einem bekannten Lied in dieser Größe, stellt immer ein Risiko dar und auch wenn sich ihre Version enorm von dem Original unterschied, so machte es dieser Aspekt dennoch um nichts schlechter. Sie blieben ihrem Stil auch hierbei treu, was die Authentizität der Band noch um vieles verstärkte.
In nächster Zeit werden sich Daya Rouge ins Studio bei Tom Zwanzger begeben, um dort neue Songs aufzunehmen.
Um das Warten auf die neuen Veröffentlichungen etwas zu verkürzen, kann man die Band gleich im Jänner noch einmal live sehen: Am 22.01.2016 im Club Q in Graz.

Feisty Prey als Abschluss

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Feisty Prey © Club wakUum

Die Band Feisty Prey war die letzte Band des Abends und sorgte mit Metal für eine überraschende musikalisch-stilistische Wendung.
Durch ihre Showeinlagen waren sie zwar in der Lage das Publikum mitzureißen, musikalisch war es jedoch eher enttäuschend und reichte nicht annähernd an die Qualität ihrer Aufnahmen heran. Vielleicht sollten sie es mit vermindertem Alkoholkonsum vor ihren nächsten Konzerten versuchen, um dem Publikum das zu bieten, was sie allem Anschein nach können. Gerfried, einer ihrer beiden Gitarristen, und Schlagzeuger Paul überzeugten auch live mit ihrer instrumentalen Leistung und konnten somit den Auftritt von Feisty Prey noch einmal retten.
Alles in allem war Feisty Prey leider dennoch, im Vergleich zu Contact High, Stereo Season und Daya Rouge, kein wirklich würdiger Abschluss für diesen Abend.
Wer sich Einblick in ihre Musik verschaffen will, der kann ihr Debütalbum „Dysfunctional Legs“ in ihrem Store kaufen, aber auch über Spotify hören.

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