Das Explosiv kniet vor The Sorrow
Sound
Show
Performance
Publikum
3.9Sterne

Beim Feel the Noise Festival Warm-Up am vergangenen Samstag gaben sich Ebony Archways, So I Sin, Night Falls Last und The Sorrow das Mikro in die Hand.

Am Samstag, dem 19. März 2016, zelebrierte der österreichische Rock- und Metalverein BandMeetsBand eine riesige Warm-Up Party zum Feel the Noise Festival, welches am 23. April in Trofaiach mit Bands wie Caliban und Sonic Syndicate über die Bühne gehen wird. Auch die vier Bands der Warm-Up Show im Explosiv Graz sind bereits tief verankert in der heimischen Musiklandschaft, allen voran natürlich die Metalcore-Formation The Sorrow. Zusätzlich zum musikalischen Aufgebot war ein Stand der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd anzutreffen, wo mittels Verkauf von Merchandise-Artikeln Spenden für den Schutz der Meere gesammelt wurden, und Daniel Remler war mit x-changeablerecords vertreten.

Support für den Support

Ebony Archways

Ebony Archways (c) Lisa Schantl

Los ging es um 19:20 Uhr, nur zwanzig Minuten nach dem Einlass, mit den rauen Metallern Ebony Archways. Die Grazer Band wirkte eingespielt und funktionierte gut als Gesamtkonzept, was man wahrscheinlich auf die langjährige gemeinsame Bühnenerfahrung zurückführen kann. Darüber, ob es cool ist, sein eigenes Merch beim Auftritt zu tragen, kann man sich streiten. Ein zweiter Diskussionspunkt ist die Lichtshow, die bei den drei Supportbands immer knapp an der Grenze von kopfwehverursachend zu epilepsieauslösend war.

So I Sin betraten als nächstes die Bühne des Jugendkulturzentrums und begeisterten die mittlerweile zahlreich anwesenden Besucher und Besucherinnen mit Death- und Thrash Metal Klängen. Mit einem Banner im Hintergrund lösten sie auch das Problem der fehlenden Eigenwerbung besser als ihre Vorgänger.

Night Falls Last

Night Falls Last (c) Lisa Schantl

Danach heizten Night Falls Last dem Publikum ordentlich ein. Die Jungs, die sich als Modern Thrash Metaller bezeichnen, tatsächlich aber schon fast dem Metalcore zuzuordnen sind, bespielten eine fast bis zur Gänze gefüllte Halle. So viele Gäste bei einer Supportband zu sehen, ist nicht alltäglich. Wer die Jungs seit ihren Beginnen kennt, muss zugeben, dass sie sich enorm weiterentwickelt haben und ihr Sound harmonisch und einheitlich beim Publikum ankam. Auch die Lichtshow war bei ihrem Gig schon um einiges durchdachter. Eine Überraschung, wenn auch keine allzu erfreuliche, hatten die Hartberger auch parat: Kurz vor dem Ende ihres Auftritts kündigten sie an, dass dies ihre letzte gemeinsame Show mit Keyboarder Philipp Hofer sein würde. Zum gebührenden Abschluss seiner Zeit bei der Band gab es noch ein Abschiedsfoto mit der gut gefüllten Halle im Hintergrund.

The Sorrow kehren zurück

Nachdem es um The Sorrow in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden war, hatte Graz die Ehre, der Gastgeber für eines der ersten Konzerte der Metalcore Band nach ihrer Pause zu sein. Die vier Jungs fühlten sich sichtlich wohl in der Hauptstadt der Steiermark und bezeichneten die Räumlichkeiten sogar als „Heimat“. Nach einem Electro Intro – das scheint gerade sehr angesagt zu sein – drehten die Jungs in gewohnter Manier ordentlich auf, auch wenn ihre Bühnenabstinenz noch so ein paar Spuren hinterlassen hatte: Beispielsweise wurde so mancher Ton noch nicht gleich getroffen.

The Sorrow

The Sorrow (c) Lisa Schantl

Das Publikum war von der ersten Sekunde an voll dabei und spätestens als Sänger Mathias „Mätze“ Schlegel die Meute dazu aufforderte, komplett durchzudrehen, ging es rund im Explosiv. Von Stage Divern über Headbangern bis hin zu Circle Pits war alles dabei. Bei „Crossing Jordan“ konnte Tobias „Tobi“ Schedler sogar das ganze Publikum – bis auf ein paar wenige Ausnahmen – dazu überreden, sich in der Halle hinzuhocken und nach den ersten Anfangsakkorden wie verrückt hochzuspringen und abzugehen. Verwunderlicher Weise verließen bis zum Ende mehr Gäste die Halle als nachkamen, aber das tat der Show nicht weh und The Sorrow erhielten von einem Fan sogar das Kompliment, die beste österreichische Band zu sein. Mit den Zugaben „Follow The Lights“ und „The Dagger Thrust“ fand das Konzert einen bombastischen Abschluss.

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