Am Freitag war es so weit, Eleven Shows luden wieder zum großen Didge and Bass- Big Jam in der Grazer Postgarage.

Eine legendäre Nacht sollte es werden. Eine Nacht voll tranceweckender Beats und sphärisch treibender Sounds, die die Menschen in eine andere Welt mitnehmen sollten. Eine Welt gezeichnet von Freude und Tanz, tanzt ihr Wesen des Lichts, tanzt!

Organic Techno… oder so?

Der Versuch die Musik zu beschreiben, die am Freitag die Postgarage einhüllte, ist gar nicht so einfach. „Organic Techno“, „Electroacoustics“ oder „Livetrance“ sind die Worte, mit denen versucht wird zu beschreiben, was eigentlich nicht beschrieben werden kann. Der amerikanische Schauspieler Steve Martin hat mal gesagt: „Über Musik zu sprechen ist wie über Architektur zu tanzen“ und da hat er wohl recht. Schließlich ist Musik eine Sprache, die jeder versteht, und braucht nicht immer übersetzt oder kategorisiert zu werden. Am Freitag konnte man diese Sprache jedenfalls besonders gut verstehen und die Menschen folgten dem Ruf und tanzten.

der Jam-Marathon

Nach dem Warm-Up mit dem Strictly-Beats Veranstalter DJ Snare hieß es Bühne frei für RhythMen and friends und willkommen zum Big Jam. Ganze vier Stunden lang wurde gesungen, getrommelt, gebeatboxt, ins Didgeridoo geblasen und an den Gitarren gezupft, was das Zeug hält. Sängerin Julia harmonierte erstklassig mit dem Sound der RhythMen, wie auch Georij Makazaria, der seinem Ruf alle Ehre machte und dem Publikum stimmkräftig einheizte. Der Frontman von Russkaja stellte seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis und fühlte sich nicht nur im Bereich der tiefen Stimmlagen zu Hause. Der Gitarrenvirtuose Juan Carlos Sungurlian, der Percussionist Conrado Molina und natürlich die Uptown Monotones gaben dem Abend den letzten Schliff. Nach vier Stunden übernahm wieder DJ Snare die Kontrolle und sorgte mit feinstem Drum and Bass dafür, dass auch noch die letzten Akkus aufgebraucht wurden.

eine bunte Nacht

Müsste ich die Nacht mit einem Wort beschreiben, so würde ich mich für „bunt“ entscheiden. Denn was mir sofort aufgefallen ist, als ich die Postgarage betreten habe, war das bunt-durchgemischte Publikum. Von jung bis jung geblieben, von lässig bis elegant, Didge and Bass führt die Menschen zusammen und am Freitag sind davon ganz schön viele gekommen. Ich bin eine Stunde nach dem Einlass angekommen und schon da war die Postgarage gut besucht für diese Uhrzeit – und es sollten noch mehr werden. Die Facebook-Veranstaltung zeigte kurz vor Beginn knapp 400 Zusagen, mehr als das doppelte sollten es werden. Ergebnis: ein leichter Platzmangel auf der Tanzfläche und ein Hürdenlauf für den Gang auf die Toilette – zumindest wenn man die Nähe zur Bühne und zu den Boxen suchte. Dies tat der super Stimmung jedoch, trotz gelegentlichem „auf den Fuß getreten“, keinen Abbruch. So war das einzige Nicht-Bunte in dieser Nacht, die durchwegs gute Stimmung. „Es war energetisch, druckvoll und ansteckend! Letztendlich waren alle Akku´s leer, wir holen wieder tief Luft für neue Didge-Termine und sagen Danke für dieses erfolgreiche Jahr!!“ so die Veranstalter. Ich sage danke für die energetische Nacht und bis zum nächsten Mal!

Fotocredit: 11Shows- Didge and Bass

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