Die Tagtraeumer präsentierten am Donnerstag ihr Album „Alles OK“ im PPC in Graz und begeisterten dabei zahlreiche, vor allem weibliche Fans.

Die Gruppe Tagtraeumer, die zum Großteil aus Steirern besteht, präsentierte am Donnerstag ihr neues Album Alles OK im PPC in Graz. Wer das PPC kennt, der weiß, dass dort grundsätzlich nicht wirklich viele Menschen hineinpassen, es aber für kleine Konzerte genau richtig ist. Das war das große Glück der Tagtraeumer, denn wenn sie in einer größeren Location gespielt hätten, dann wäre wohl die Halle relativ leer geblieben. Auch das PPC war nicht völlig ausgefüllt von Zuhörern.

EINE RICHTIGE BOYBAND

Anhand des erschienenen Publikums konnte man sehr gut feststellen, dass die Hauptakteure des Abends Jungs sein mussten. Es waren geschätzte 90 Prozent der Fans weiblich und der Großteil auch unter 25. Laut den Tagtraeumern selbst, war in Graz mehr Party, als am Abend zuvor in Wien. Sie präsentierten sich auch wie eine typische Boyband, wie man sie im Buche findet. Als Gruppe wirkten sie sehr harmonisch und auf jeden Fall so, als ob sie großen Spaß auf der Bühne hätten. Die Nervosität konnte man ihnen jedoch trotzdem noch ansehen, aber das ist auch logisch, denn sie sind ja noch nicht allzu lange in der österreichischen Bühnenlandschaft unterwegs.

WAS AUF DER BÜHNE ALLES LOS WAR

Die Neulinge in der Musiklandschaft schienen auch ein wenig unkoordiniert gewesen zu sein, da sie sich über die Setliste des Abends nicht ganz einig waren und auf der Bühne begannen darüber zu debattieren. Aber das verzieh ihnen jeder gerne, denn man darf ja nicht vergessen, dass sie noch relativ neu in dieser Szene sind und man Erfahrung ja bekanntlich erst mit den Jahren sammelt. Das PPC wurde vor allem durch das Schlagzeug und dessen Beat gefüllt, da die Drums mit Abstand das lauteste Instrument von allen war.

ZU WENIG MATERIAL?

„ Bitte trefft euch, sauft ein Bier und telefoniert nicht.“

Als gerade mal eine Stunde vergangen war, war das Repertoire der jungen Musiker auch schon fast ausgeschöpft. Die CD Alles OK hat leider nur elf Titel und damit kann man keine zwei Stunden füllen. Sie lösten dieses Problem jedoch sehr elegant, indem sie dann begannen ein Cover von “Alligator“ zu spielen. Auch „Sinn“ wurde ein zweites Mal wiedergegeben. Thomas Schneider, der Frontman der Gruppe, hatte nur einen weisen Rat für seine Fans: „Bitte trefft euch, sauft ein Bier und telefoniert nicht.“ Damit wollte er an die junge Generation appellieren, dass sie mehr Real-Life Zeit mit ihren Freunden verbringen und nicht nur über soziale Medien miteinander kommunizieren sollten.

CONCLUSIO

Das Konzert ist im Gesamten recht gut gelungen. Hoffentlich werden sie bald die Möglichkeit haben, vor noch größeren und gefüllteren Hallen zu spielen.

Fotos (c) Vera Schmidt

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