Dropkick Murphys brachten Folk-Punk ins Gasometer
Location
Band
Stimmung
Sound
4.6Sterne

„The Boys Are Back“: Dropkick Murphys beehrten uns auf ihrer großen Release-Tour durch Europa, bei der sie den ersten Stopp in Wien einlegten. Spaß, energiegeladene Shows und viel Tanzen konnten uns im Gasometer am 20. Jänner 2017 erwarten.

Boston – die amerikanische Stadt mit der höchsten westeuropäischen Einwandererrate ist die Heimatstadt der Folkrock-Punker Dropkick Murphys, die mit ihren unverkennbar irischen Stilmitteln bei jedem Auftritt das Publikum begeistern. Erst vor kurzem – um genauer zu sein am 6. Jänner 2017 – veröffentlichten Dropkick Murphys ihr neuntes Studioalbum „11 Short Stories of Pain & Glory“ und hatten damit auch im Wiener Gasometer neue Songs im Repertoire. Zwei Support-Bands begleiten Dropkick Murphys auf ihrer Tour, genauso auch in Wien: Skinny Lister und Slapshot.

Skinny Lister

Die sechsköpfige Londoner Band betrat pünktlich um 19 Uhr 50 die Bühne und begeisterte – wider Erwarten – das noch nicht vollzählige Publikum. Während sich die Halle füllte, wurde auf der Stage mit englischem Charme und rockigem Folk-Pop getanzt und gefeiert – und das auch bei ruhigen Songs. Das Zusammenbringen von verschiedensten Instrumenten wie Kontrabass, E-Gitarre, Akustik-Gitarre und Schlagzeug sowie dem Gesang gelingt den englischen Bandmitgliedern hervorragend.

Slapshot

Slapshot, eine ebenfalls aus Boston stammende Punk-Hardcore-Formation, gab ungefähr 40 Minuten lang ihre Setlist zum Besten: Die bereits sehr volle Halle im Gasometer konnte bei den härteren Klängen nicht still stehen bleiben, was sich – wie soll’s anders sein – auch in einem kleinen Moshpit in den vorderen Reihen äußerte.

Dropkick Murphys

„Lets Go, Murphys“: Um 22 Uhr war es nun endlich so weit – die Folkpunker starteten nach einem Intro mit „The Lonesome Boatman“ von ihrem aktuellen Album, worauf „Rebels with a Cause“ folgte – spätestens da war, wie eng auch immer der Platz war, eine große Party im Gang. Bei „Rose Tattoo“ konnte man die Freude jedes einzelnen Zuschauers praktisch spüren, es wurde laut mitgesungen, getanzt und gefeiert.
Nach dem Cover der – mittlerweile – globalen Fußballhymne „You’ ll never walk alone“ von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein, und dem All-Time-Klassiker der Dropkick Murphys „I’m Shipping Up to Boston“ wurde der erste Abschnitt beendet.

Nach minutenlangem Motivationsgeschrei á la „Let’s Go, Murphys“ konnte man die ersten Töne von „The Boys Are Back“ wahrnehmen. Bei „Kiss Me, I‘m Shitfaced“ füllten die Sänger Al Barr und Ken Casey, der auch Bassist der Folkpunker ist, die Bühne mit jungen Frauen, die sich ausgelassen zu den Klängen bewegten. Im weiteren Verlauf des zweiten Teils gesellten sich auch einige männliche Fans zu der Band aus Boston. Gemeinsam mit einer Vielzahl an Dropkick Murphys-Anhängern gab die Band „Until The Next Time“ als Abschluss eines tollen Konzerts zum Besten.

Fazit

Mit Slapshot und Skinny Lister war der Einstieg in die lange ausgelassene Konzertnacht perfekt, da sich die Folkpunk-Giganten zwei großartige Bands aus ähnlichen Genres mit ins Boot holten. Dropkick Murphys überzeugten wie immer mit ihrem Stilmix aus Folk, Punk und Rock, sowie der funktionierenden Interaktion mit ihrem Publikum, auch wenn – vielleicht mit Absicht – einige Songs einen sehr basslastigen Sound mit sich brachten.

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