Ecliptica Tourfinale in Wien
Songwriting
Arrangement
Technik
Performance
4.4STERNE

Die „Get Ecliptified“ – Tour ist Geschichte. Am Samstag, dem 29. Oktober setzten Ecliptica im Wiener Replugged zum Tourfinale an. Sie wurden dabei von Luna Rise und Blacktrain tatkräftig unterstützt.

Nachdem Ecliptica im Oktober mit Black Cage durch Österreich getourt waren, kamen sie nun am letzten Samstag wieder in Wien zum Tourfinale an. Für diesen Abschlussgig wurde das Replugged ausgewählt. Auf den ersten Blick schien diese Bühne als zu klein dimensioniert, hatten doch Ecliptica letztes Jahr die Szene gefüllt, die um einiges mehr Publikum auf zu nehmen vermag. Doch ein ausverkauftes kleines Lokal ist noch immer besser als ein halb leeres Größeres. Erschwerend kam noch hinzu, dass Crevasse am selben Tag ihr lang erwartetes Album in der besagten Szene präsentierten, wodurch die Wiener Hardrockfans schon zwischen zwei interessanten Livekonzerten an einem Abend entscheiden mussten. Ebenso findet nun am Montag die große Halloween Zombieball-Party in der Szene statt, bei der der Ecliptica Tour Support Black Cage gebucht war, deswegen mussten sie beim Tourfinale durch Blacktrain ersetzt werden. Diesen Terminkollisionen zum Trotz ist vorauszuschicken, dass das Replugged so gut besucht war, dass die Fotografen vor der Bühne mit den Fans um die besten Plätze kämpfen mussten.

Support: Luna Rise und Blacktrain

Die vier Jungs von Luna Rise aus Enns in Niederösterreich eröffneten den Abend mit ihrer sehr sicher dargebotene Melodic Rock Show. Die Band rund um Frontman Chris Divine zauberten druckvolle Songs mit gut arrangierten Keyboard-Parts und harten Gitarrensoli auf die Bühne des Replugged und legten den folgenden Blacktrain aus Wien gehörig etwas vor.

Blacktrain mussten im Sommer den Ausstieg ihres Bassisten Elch bekanntgeben, doch haben sie in Ronnie Bassbär einen würdigen Ersatz gefunden. Die Band konnte im Herbst einige Gigs in der neuen Besetzung spielen und Ronnie hat sich gut in den Bandsound eingefügt. Alienne sorgte angetrieben von ihrer Band zudem für stimmgewaltige Frauenpower auf der Bühne. Damit war das Publikum für den Hauptact eingestimmt.

Das Finale

Die Ecliptified Show war ja schon bei der Albumpräsentation letztes Jahr akribisch ausgearbeitet, doch jetzt nach einem Monat Österreichtour zeigten Ecliptica, dass sie doch noch eines drauflegen können. Die Songs sitzen jetzt noch besser, den Musikern bleibt noch mehr Raum, sich auf die Bühnen-Performance zu konzentrieren. Die Show ist abwechslungsreich, nicht nur die Garderobe der Vokalisten. Jeder Einzelkünstler hat genügend Raum sich zu profilieren, ohne dass die Gesamtshow darunter leidet.

Da, wie erwähnt, Black Cage wegen des Gigs in der Szene bei der Halloweenparty nicht auftreten durften, wurden Sängerin Kati Cher und Gitarrist Dan Rider kurzerhand für einen Song auf die Bühne geholt. Ecliptica Gitarrist Van Alen und Dan Rider lieferten sich bei der Zugabe ein Soloduell zu „Knocking on Heaven’s Door“ bevor die Tour nun wirklich zu Ende war und die Musiker sich der Aftershowparty widmeten.

Fazit

Ecliptica bieten im Hardrock-Genre aus mehreren Gesichtspunkten eine Show, die in Wien in ihrer Gesamtheit wenig Konkurrenz hat. Auch die Support Bands waren gut gewählt und zeigten, dass es eine vitale Hardrockszene in Wien gibt. Es bleibt wenig zu kritisieren, lediglich zu hoffen, dass Gitarrist, Mastermind, Label-Chef und Tourmanager Markus Winkler es neben seinen vielen Verpflichtungen einmal schafft die Bluejean und das T-Shirt mit einem zu seiner Band passenden Bühnenoutfit zu tauschen.

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