Ein Jahr Uboot Cypher mit Noedge und Def Ill im Music House
Crowd
Sound
Power
Artists
Location
4.6Sterne

Ein  Abend, der in die bis jetzt nicht wirklich vorhandenen Grazer Underground Hip Hop Szene eine Scharte schlägt, die sie so schnell nicht wieder vergisst.

Begonnen hat alles vor fünf bis zehn Leuten und innerhalb eines Jahres geht im Club die Tür nicht mehr zu vor lauter Menschen. Noedge haben mit der offenen Hip Hop Stage Uboot Cypher im Music House eine scheinbar längst überfällige Lücke in Graz geschlossen.
Jeder ist willkommen auf der Stage zu freestylen und seine Skills zu zeigen – von Anfänger bis Ultra-pro, Englisch, Deutsch, Poetry, Beatbox, Djs – alles was Spaß macht und gut ankommt, ist erwünscht. Wer sich jetzt das absolute Chaos vorstellt, hat aber falsch gedacht – der Shit ist real, und zwar real good. Das Niveau ist durch und durch extrem hoch und es ist eine Freude, wenn die Rap-Battles so richtig zur Sache gehen.

Noedge machen im Grazer Music House den Hip Hop wieder groß.

„Hip Hop braucht kein Mensch.
Aber Mensch braucht Hip Hop.“ – Fünf Sterne deluxe

Def Ill (c) Bexus Potatus

Zum ersten Jahresfest hat man sich den Linzer Doubletime Rapper Def Ill eingeladen und ihm und sich selbst so ein Denkmal gesetzt. Ill und sein Sidekick MC Heisenberg zerlegen derb die Location und geben von Anfang an Feuer. „… davon werd’s ihr no eichare Kindeskinder erzählen, denn ihr Eltern wurden an diesem Abend gezeugt“ sagt Def Ill. Über zwei Stunden gibt er alles und schüttelt und sprudelt und ‚rambazambat‘ über die Bühne wie ein verrückt gewordener Derwisch. Da er sein eigener Dj ist, muss er oftmals rund um’s DJ-Pult, wählt aber nach etlichen Umläufen den direkten weg über das Pult und macht zum Ende hin schon Rücklinks am Pult stehend seinen Sound. Awesome showparts inclusive! Der Typ ist pure Energie und eine Quasselstrippe, wie man sie selten gehört hat. Wunderbar auch sein soziales Engagement und seine sehr coole und als Familienvater souveräne Einstellung zum Thema Partys, Drogen und Alkohol. Er ist abgebrüht, mit allen Wassern gewaschen und ein absolut ernstzunehmender Act mit einer super starken Message: R.A.F. – Refugees Ain’t Fugitive, so auch der Name von seines aktuellen Mixtapes.

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