Extreme Metal-Abend mit Man Must Die
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4.1Sterne

Die Death Metal-Formation Man Must Die gastierte wieder im Escape in Wien und brachte die Räumlichkeiten erneut zum Zittern.

Die britische Technical Death Metal-Band Man Must Die machte auf ihrer aktuellen Tour wieder in Wien Halt. Mit dabei waren Dawn Of Disease und die heimischen Support-Bands Dayum und Griszmo.

Dayum & Griszmo

Man Must Die sind regelmäßige Gäste im Escape Metalcorner, daher fand auch das Konzert am Samstag natürlich wieder dort statt. Gestartet wurde um 20:15 Uhr mit der heimischen Band Dayum, die mit „Dark Souls“ im Herbst ihr Debüt veröffentlichte. Geboten wurde hier abwechslungsreicher Metal, der zwar nicht jedermanns Sache sein wird, den Abend im Escape aber stimmig einläutete. Mit Grizsmo stand im Anschluss eine weitere österreichische Band auf der Bühne. Die Formation feierte erst im letzten Juli ihr Live-Debüt, war seither schon auf einigen Events zu sehen und ließ Grindcore-Herzen im Escape höher schlagen.

Dawn Of Disease

Dawn Of Disease bildeten schon fast einen musikalischen Ausreißer. Typisch Deutsch, enterten die Osnabrücker um 22 Uhr überpünktlich die Bühne und präsentierten dem rasch wachsenden Publikum ausgezeichneten Melodic Death Metal. Frontmann Tomasz wurde seiner Anheizungsversuche nicht müde und konnte gar nicht genug von der Begeisterung bekommen, die das Publikum der Band bei Songs wie „Ashes“ oder „Catacombs“ entgegenbrachte. „Ascension Gate“ ist der langsamste Song der Band und war zur „Entspannung“ gedacht bzw. als „Vorspiel“ zum darauffolgenden Song „Knife vs Flesh“. Wie richtig erkannt wurde, kam der dazu passende Circle Pit nicht zustande, dafür wurde zumindest das Haupthaar ordentlich geschüttelt. Trotz Zuspruch begann sich der Raum im letzten Drittel des Sets jedoch allmählich wieder zu leeren. So manchem Besucher waren die Osnabrücker an diesem Extreme Metal-Abend wohl einfach zu melodisch.

Man Must Die

Mit Man Must Die standen ab 23:10 Uhr die Zeichen auf Abriss; der Konzertraum war nun um die Hälfte gefüllter als noch zuvor bei Dawn Of Disease. Auch die Temperatur stieg stetig an, als sich zu Songs wie „Antisocial Network“, „Sectarian“ und „Kill It, Skin It, Wear It“ immer wieder kleinere Pits bildeten und die Matten wieder zu kreisen begannen. Das Publikum hatte sich seine Energie offensichtlich für die Hauptattraktion aufgespart, die es ihnen entsprechend dankte und unablässig dankbare Worte an die Fans richtete. Man Must Die präsentierten mit etwa 60 Minuten Spielzeit ein relativ kurzes, aber knackiges und vor allem intensives Set, das die zufriedenen Fans in die warme Sommernacht bzw. zum Abschluss des Abends an die Bar entließ.

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