Farewell Dear Ghost hat Mitte November sein Debüt „We Colour The Night“ herausgebracht. Und ganz wie der Titel des Albums verspricht, hat Philipp Szalay, Mastermind hinter Farewell Dear Ghost, die Nacht facettenreich und bunt gestaltet.

MusikjournalistInnen sind für ihre Skepsis und Unumgänglichkeit bekannt, wenn es um gehypte Bands geht. „Ui, FM4 Soundparkact des Monats November„, gähnen wir, während wir überheblich die Platte in die Stereoanlage schieben, um sie im nächsten Moment in der Luft zu zerreißen. Farewell Dear Ghost hatte die erste Hürde, das Review, ausgezeichnet gemeistert: Statt Nörgeleien und Schimpftiraden mussten wir uns eingestehen, dass „We Colour The Night“ ein hervorragendes, durchdachtes und ergreifendes Debütalbum ist.

„Haha,“ dachten wir, „live kann der gute Junge diese Platte niemals so gelungen umsetzen.“ Falsch gedacht: Farewell Dear Ghost schuf ab dem ersten Gitarrenton eine packende Atmosphäre. Höhepunkt der Show war ein Cover von Bruce Springsteens „I’m On Fire“, das Philipp Szalay allein auf der Bühne mit seiner Gitarre performte. Seine Stimme ist wahnsinnig eindringlich: Gänsehaut und feuchte Augen waren das Resultat. Der Hype, den Farewell Dear Ghost gerade erlebt, ist mehr als verdient.

Eröffnet wurde der Abend von den Grazer Blues Rockern Marta. Sänger Paul Plut an der Gitarre und Drummer Günther Paulitsch, der auch bei  Farewell Dear Ghost die Trommeln übernahm, versuchten Stimmung ins B72 zu bringen. Klingen Songs wie „Seasick“ auf dem Debüt „Warships“ großartig dreckig und fett, enttäuschte live der dünne Sound. Vor allem Paul Pluts Stimme war meilenweit vom derben Klang am Album entfernt. Von einer mitreißenden Live-Präsenz wie sie die vergleichbaren Duos The Black Keys oder The Inspector Cluzo besitzen, war nichts zu spüren.

Mehr Infos findet ihr wie immer auf www.music-news.at

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