Firkin färbt den Viper Room grün
Songwriting
Arrangement
Bandsound
Bühnenshow
4.1STERNE

Die Folk-Punk-Rocker aus Ungarn zelebrierten eine würdige St. Patrick’s Day Show im Viper Room. Die Wiener Supportbands Vandans und DaHonk unterstützten sie kräftig.

Rechtzeitig eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung gab es auch in Wien „Fine Irish Weather“. Nach dem Fönsturm setzte nun strömender Regen ein, der die nicht so fanatisch eingestellten Irish-Rock Fans wohl davon abgehalten hat, sich in den Viper Room im dritten Bezirk der Wienerstadt zu begeben. Doch im Trockenen angekommen schallte uns „Rose Tattoo“ von den Dropkick Murphys entgegen. Die grüne Party war schon in vollem Gange.

Support: Vandans und DaHonk

Endlich bewegte sich etwas auf der Bühne, Vandans machten sich bereit. Der Livemusik-Abend war eröffnet. Die Show der Wiener Punk-Rock Band bestand aus durchaus kompakten Liedern im Stile der 90er Punkbewegung mit den unverzichtbaren Pop-Einflüssen. Für den Auftakt ein sehr gelungener Auftritt. Schade für die Veranstaltung war, dass in Wien und Umgebung scheinbar keine Band aufgetrieben werden konnte, die ein wenig mehr mit Irish Rock zu tun hat, als die beiden Supportbands. Denn auch DaHonk legten eine sehr spannende Show hin, sie boten keinen klassischen Punkrock, sondern mixten die punkigen Riffs und Beats mit Reaggae und Funk, was man so auch eher selten hört. Die Band versuchte zwar zwischen den eigenen Songs ein wenig durch kleine Guitar-Licks etwas irischer zu klingen, bei diesem Versuch blieb es aber auch. Den Bezug zum St. Patrick’s Day herzustellen, gelang nur schwer. Es gibt ja in Wien eine durchaus ansehnliche Irish-Szene, doch auch die mir bekannten Bands haben sich eher der Traditionspflege des Keltischen Volksliedgutes verschrieben und vermischen selten ihre Lieder mit rockigeren Einflüssen, wie dies Firkin und andere internationale Bands schon seit Jahren tun. Trotz allem waren die Opener-Konzerte in ihrem Genre durchaus gelungen und bereiteten den Boden für die ungarischen Headliner des Abends.

Firkin: Irishpunks im Viper Room

Firkin sind seit bald einem Jahrzehnt auf den internationalen Festivalbühnen zuhause und das merkt man ab dem ersten Ton der Band. Der Viper Room ist im Vergleich zu großen Hallen und Festivals nur mit einer kleinen Club-Bühne ausgestattet. Die Band bestand für den Abend aus sechs Mitgliedern und sie kamen nur schwer mit dem zur Verfügung gestellten Platz aus. Gitarrist Bazsi und Bassist Shuti besetzten die Ecken der Bühne und mussten fast Angst haben von Flötist PJ und Violinistin Lili von der Bühne gewirbelt zu werden. Das Programm war auch von der Liederauswahl sehr auf Festivalauftritte zugeschnitten. Eine Power-Nummer folgte der anderen. Die Performance war sehr auf die großen Gesten und auf Party, Party, Party ausgelegt. Dies ist natürlich für eine St. Patrick’s Party völlig richtig und der Irish-Punk-Fan kam voll auf seine Kosten. Firkin zeigten dadurch aber weniger von den musikalische Facetten, die sie bereits auf ihren bisherigen Alben und bei so manchem Liveauftritt bewiesen haben und gerade in kleineren Clubs hätten ausspielen können.

Fazit

Wie angekündigt war es ein großartiger Party-Abend für Besucher, die den St. Patrick’s Day dieses Jahr etwas punkiger feiern wollten. Sowohl die lokalen Supportbands als auch der Headliner machten mit einem ausgefeilten Programm sehr mitreißende Party-Stimmung und durch die als Special von Lewendi organisierte Aftershow Party konnten die Gäste bis in die Morgenstunden durchtanzen.

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