Über ein tolles Lokal, den örtlichen Drogenkonsum und eine fliegende Torte.

Vergangenen Freitag hat es sich also zugetragen: Der FRESH Birthday Bash mit Fabe, Volvox, Frank Lemon, Dub Antix und HEIST als Hauptact. Dieses Line-Up sorgte für fette musikalische Unterhaltung „fette“ Leute und wahrlich fette Torten.

Ich bemühte mich erst gegen ein Uhr morgens in das etwas dezentral gelegene Grazer Lokal Cube, wo zur Ortszeit die Party bereits voll im Gange war. Erstmals wurde mir das Vergnügen bereitet Frank Lemon live beim Auflegen zuzusehen und natürlich zuzuhören. Wer sich jetzt fragt wer das ist, der/die sei auf den FRESH-Podcast zu verweisen, denn diese Idee ist mehr oder weniger das Kernstück der „FRESH-Gemeinde“ und auf Frank Lemons persönlichen Mist gewachsen. Er selbst ist DJ & Produzent aus Graz.

Der FRESH-Podcast dient vor allem der Unterstützung österreichischer Künstlerinnen & Künstler aus der DnB-, Dubstep- usw. Szene. Gemeinsam mit dem hauseigenen Label FRESH-Recordz und den freshen Veranstaltungen versucht sich dieses Start-Up einen österreichweiten Namen zu machen. Soviel zum Spam…

Wie war’s jetzt eigentlich?

Betritt man das Cube wird man zu allererst von einer Art Tanzstadl-Flair in Empfang genommen. Eine massive Bar aus Holz lädt zum Genuss von Getränken ein, zahlreiche Sitzmöglichkeiten erleichtern eine lange Nacht. Und plötzlich – völlig unerwartet – hört man den unglaublichen Klang des Soundsystems, welches mich jegliche Antipathie gegenüber dem Inventar vergessen ließ.

„If you bake a cake, you can throw it on my face. – So I baked a cake…“

Wie bereits erwähnt begrüßte mich feinster Drum and Bass aus den Händen des jungen Frank Lemon, dem das Auflegen mindestens soviel Spaß machte wie mir das Set. Es war nicht einfach nur ein Set. Die vielen Effekte und relativ schnellen Übergänge ließen mir irgendwie keine Zeit um darüber nachzudenken, ob ich mich wieder eine halbe Stunde am Klo anstellen soll, (nicht weil es zu wenig Toiletten gegeben hätte, sondern weil die einzig Verfügbare permanent von Pulver-ziehenden Youngsters belegt war,) die Welle riss mich einfach mit. Gegen Ende seines Auftritts wurde der Bass allerdings so laut aufgedreht, dass ich sowohl Angst um die Festigkeit des Fensters als auch meinen Herzrhythmus hatte.

Frank Lemon live @ FRESH B-day Bash

„I baked a cake…“

Da die Veranstaltung ja eine Geburtstagsparty war, durfte natürlich die Torte nicht fehlen. Dass das simple Überreichen des mit Schlag beschmierten Kuchens inklusive Sprühkerzen nicht reichte, konnte ich irgendwie spüren. MatCaps etwas holprige Laudatio fiel etwa so aus:

„If you bake a cake, you can throw it in my face. – So I baked a cake…“

…und der Cake landete darauffolgend wie es sich gehört, mitten in Frank Lemons face und auf meiner Hose, meinen Schuhen, meiner Tasche…Kollateralschaden, gehört zum Job. Hiervon gibt’s natürlich auch ein Video! Wer dieses sehen will, der/dem würde ich wärmstens empfehen sich mit FRESH auf FB zu befreunden. Hier ein Vorgeschmack:

The Cakening @ Fresh B-day Bash

HEIST, Avi MC & Dub Antix

Als HEIST kurz nach 2:30 die Bühne betrat, stand ihm die Begeisterung nicht gerade ins Gesicht geschrieben. Dieser erste Eindruck war aber ein falscher. Motiviert versuchte auch er die immer kleiner werdende Menge mit abwechslungsreichem Sound zu begeistern.

MC Avi live @ Fresh B-day Bash

Avi MC leistete den ganzen Abend lang gute Arbeit und fand eine angenehme Balance zwischen sprachlichem PLAY und MUTE. Ständige Mikro-Aussetzer erschwerten ihm seine Arbeit bestimmt ein wenig, dennoch wurden die technischen Gebrechen immer schnell und unauffällig gelöst. Zu Beginn von Dub Antix verließ mich endgültig die Energie. Laut den ersten Tracks fügte er sich gut in eine Reihe toller Sets ein und verlieh den Morgenstunden den letzten Glanz. Ob noch weitere Torten geworfen wurden weiß ich nicht.
Müde und mit Tinnitus (trotz Gehörschutz) gesegnet, bestieg ich mein Raumschiff und flog in die unweiten Galaxien meines Betts.

Danke für die Fete und ein nachträgliches Happy Birthday an alle Geburtstagskinder!

Fotocredit (Header, 1,3): Julia C. Pirkenau
Fotocredit (2): FRESH

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