Gelungene Premiere: Mel's Open Mic Night.
Songwriting
Technik
Performance
Ambiente Location
PA-Anlage DJ
4.1STERNE

Gut besucht absolvierte Mel Verez die Premiere ihrer neuen Open Mic Night im I love Veggie Burger-Restaurant.

Wenn man in Wien und Umgebung einen interessanten Abend mit guter Livemusik verbringen will, ist ein von Mel Verez bestrittenes Musikprogramm immer eine sichere Bank. Für diesen Abend wechselte die beliebte Sängerin und Entertainerin einmal die Rollen und hostete zum ersten Mal eine Open Mic Night. An diesem Abend sollten musikalische Nachwuchshoffnungen im Mittelpunkt stehen und in die Fußstapfen von Mel treten. Soviel ist schon voraus zu schicken: Die Premiere ist durchaus gelungen. Mel Verez konnte unter den vielen Bewerbern für den ersten Abend aus dem Vollen schöpfen. Dementsprechend hochkarätig war der Abend gesanglich besetzt und man kann nur hoffen, dass bei den folgenden Veranstaltungen das Niveau gehalten werden kann.

Fünf Nachwuchsacts im Veggie-Burger

Der einzige Unsicherheitsfaktor war sicher die Location. Das I love Veggie Burger-Restaurant hat ja erst seit kurzem am Salzgries neu eröffnet und bisher gab es noch nicht viel Livemusik im Keller dieses Lokals zu sehen. Der Keller ist wie eine Clubbing-Lounge-Bar eingerichtet und verspricht ein durchaus gemütliches Ambiente. Die PA- und Lichtanlage ist ganz neu, auch eine kleine Bühne wurde neben der Bar errichtet, die auf einen arena-artigen Publikumsbereich schaut. Von der Optik her wurde alles getan, um gelungene Musikveranstaltungen organisieren zu können. Bei den Soundchecks offenbart sich aber, dass es gar nicht so einfach ist, mit dieser Anlage einen guten Livesound hinzubekommen. Zwar ist Neill, der Tontechniker/DJ, sehr bemüht, er hat aber sicher mehr Erfahrung an den Turntables, als darin Akustikgitarren zu pegeln.

Sarah Maravilla machte den Opener des Abends. Gitarristisch unterstützt, brachte sie eigene Songs und legte die Latte für die nachfolgenden KünstlerInnen schon sehr hoch. Gleich darauf zeigte Sophie Derntl, dass man als Songwriterin keinen unterstützenden Gitarristen benötigt. Klassisch plauderte sie über die Motive, die zu ihren Songs geführt haben und präsentierte dann die Lieder, sich selbst auf der Nylonsaitengitarre begleitend.

Tina Naderer zeigte ein gemischtes Programm aus eigenen Songs und Covers, begleitet auf der Gitarre. Come to the Throne hielten die Fahne der männlichen Songwriter in einem von weiblichen Stimmen dominierten Abend hoch. Sie sind in Wien schon auf einigen kleinen offenen Bühnen aufgefallen und zeigen auch hier ihr Programm von eigenen Songs. Zwei Stimmen und zwei Gitarren, die zusammenpassen, was will man mehr? Technisch gibt es bei diesem sehr kompakten Projekt nichts zu bemängeln. LisaH beschloss das offizielle Programm souverän mit Songs aus ihrem Solo-Album, das hoffentlich bald erscheinen wird. Sie war die einzige Sängerin, die auf in diesem Genre doch sehr übliche Verwendung von Playbacks zurückgriff. Für ihren dritten Song bat sie Mel Verez selbst auf die Bühne, um deren neuen Song im Duett zu singen.

Nach einer kurzen Pause wurde die Bühne dann für die nicht angemeldeten Songwriter freigegeben. Als erster meldete sich Ranul Heinzberg, der mit einer sehr expressiven Bühnenshow das Publikum erstaunte. Nachdem sich alle wieder etwas beruhigt hatten, erklomm JT Gautreau die Bühne und zeigte, was alles mit einem Mikro, einer Gitarre und einer Loopstation möglich ist.

Fazit

Mel organisierte eine sehr abwechslungsreiche Premiere ihrer Open Mic Night. Es war mit den anwesenden Künstlern so ziemlich alles vertreten, was im großen Singer/Songwriter Genre möglich ist. Da sich laut Mel für die kommenden Termine auch schon eine Vielzahl unterschiedlichster Künstler beworben haben, ist zu hoffen, dass sich diese Open Mic Night zu einem neuen Hotspot in der Singer/Songwriter-Szene in Wien entwickeln wird.

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