Gelungenes Abschlusskonzert - Das war Parov Stelar
Stimmung
Sound
Performance
4.6triumphal

Es war ein bunter musikalischer Abend der Superlative. Am Mittwoch gab Parov Stelar ein buntes ausgelassenes Abschlusskonzert in Wien. Nach allen Regeln der Kunst heizte Parov Stelar mit seiner Band die ausverkaufte Wiener Stadthalle ein. Es wurde getanzt, geswingt und gescherzt.

Am 7. Dezember 2016 ging für Parov Stelar ein aufregendes Konzertjahr zu Ende. Die Electroswing-Gruppe kam in diesem Jahr ganz schön herum. Von Shows in Nordamerika, wie den renommierten Coachella Festival, bis hin zu Auftritten in ganz Europa, fand im Heimatland der Künstler schließlich das triumphale Finale in Wien statt. Etwa eineinhalb Stunden inklusive zweier Zugaben wurde Mittwochabend der Electroswing-Pionier Parov Stelar in Wien gefeiert. Eine ausgelassene Tanzparty für die Fans und auch für die Band selbst.

(c) Samuel Kreuz

Die Show

Der gebürtige Linzer Marcus Füreder aka Parov Stelar bat an diesem Abend durchgehend auch eine beeindruckende Lichtshow. Diese war großteils in rot und gold gehalten und machte die Beats noch stimmiger. Im Publikum und auch auf der Bühne wurde nonstop getanzt. Parov Stelar selbst hielt sich diesbezüglich eher im Hintergrund, er widmete seine Aufmerksamkeit größtenteils dem DJ-Desk. Cleo Panther, die für den wundervollen Gesang sorgte, überraschte das Publikum mit mindestens zwei Outfitwechseln. Schrille, aber trendige Klamotten, die durchaus auch zur Lichtshow passten. Cleo animierte das Publikum immer wieder gekonnt zum Mitmachen und Abtanzen und legte während der gesamten Show eine Top-Performance hin. Auch die männlichen Kollegen verzauberten die Bühne. Ein Drummer und drei Bläser – modisch abgestimmt in weißem Hemd und Anzug – sorgten für edlen Jazz-Sound. Gemeinsam führten sie mit ihren Instrumenten immer wieder eine taktvolle Choreographie auf. Gut einstudiert und jedenfalls ansteckend, was das Tanzen betrifft. Die Halle jubelte und jubelte.

(c) Samuel Kreuz

Nach gut eineinhalb Stunden Live-Performance trat Parov Stelar schließlich von seinem Pult hervor und richtetet ein paar Worte an das jubelnde Publikum. Er fühlte sich geehrt und schätzte es, den Abend gemeinsam mit seiner Band und Freunden seiner Musik würdig in Wien ausklingen lassen zu können. Aus aktuellem Anlass fügte er noch einen kleinen Scherz am Rande hinzu: Er habe soweit nicht vor, je für eine Bundespräsidentschaft zu kandidieren.

Zu einem würdigen Abschlusskonzert gehört auch ein abwechslungsreiches und buntes Musikprogramm. Dies ist der Electroswing-Gruppe auch gelungen. Es gab beinahe keinen Takt Pause. Songs, wie „Catgroove“, „The Sun“ und „Clap Your Hands“ waren natürlich dabei. Auch „I Need Love“ war zu hören und gemeinsam mit Cleo Panther „Nobody´s Fool“. Im ersten Drittel der Show performte Parov Stelar mit seiner Band einen ganz neuen Song, der bis dato noch nicht veröffentlicht wurde. Eine Anmerkung vorweg dazu: ein sehr ausgeglichener Song, mit angenehmen und doch aufwühlenden Beats. Der offizielle Release und auch eine weitere Show in Wien stehen noch nicht fest, sollten aber nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

(c) Samuel Kreuz

Schließlich gingen die Lichter aus und die Künstler verließen die Bühne. Alles war dunkel, die Show war zu Ende und doch ertönte nach und nach ein rhythmischer Beat. Alle, die nach der Show noch nicht genug vom Tanzen und Shaken hatten, konnten für gute fünf Minuten den Abend noch beweglich ausklingen lassen. „Six Feet Underground“ ertönte, die Lichter gingen langsam an. Ein schönes Lied zum nach Hause gehen.

Fazit

Die Burning Spider Tour war für Parov Stelar ein voller Erfolg. So erlangten die Musiker auch außerhalb von Europa große Bekanntheit. Am Coachella Line Up zu stehen ist ein beträchtlicher Erfolg. Beim Abschlusskonzet in Wien hat Parov Stelar mit seiner Band das beste vom gesamten Konzertjahr noch einmal auf die Bühne gebracht. Es war eine ausgelassene Tanznacht mit viel Tempo. Gute Laune, Jazz, Electro Swing und Spaß – ein triumphaler Abschlussabend für die Künstler und auch für die Fans. Mit turbulenten Applaus gingen die Lichter aus.

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