Jacobs Moor pflügten durch den Viper Room
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Arrangement
Bühnenshow
Technik
Vorbands
4.2STERNE

Am Donnerstag, den 16. November waren wieder einmal Jacobs Moor in Wien zu Gast und präsentierten im Viper Room ihr neuestes Album „Self“.

Am 21. Oktober hat die Wiener Thrash/Power Metalband Jacobs Moor seinen zweiten Longplayer „Self“ veröffentlicht. Grund genug, um eine kleine Ostösterreich-Tour zu veranstalten. Dass bei einer solchen Promo-Tour auch ein Gig in der Heimatstadt der meisten Bandmitglieder eingeplant sein muss, liegt auf der Hand. Da es in Wien nicht gerade viele Locations gibt, in der Thrash Metal Bands gerne gesehen sind, entschied man sich für den Viper Room Vienna, der schon der Schauplatz vieler großartiger Metal-Veranstaltungen in Wien war.

Support: Among Royals, Eastwood Haze und Lisa weint

Um nicht den ganzen Abend alleine bestreiten zu müssen, wurden vom Viper Room drei Bands eingeladen, das Publikum für Jacobs Moor anzuheizen. Den Abend eröffneten Among Royals, eine 2015 gegründete Alternative Rock Band aus Wien. Sie hatten wie so oft die schwere Aufgabe, eine energiegeladene Show vor wenig Publikum ab zu liefern. Sie ließen sich aber nichts anmerken und überraschten mit einer spannenden Mischung aus Alternative-, Punk- und Metalelementen. Wirklich ungewöhnlich wurde es, als die Bandmitglieder ihrem Leadsinger und Rhythmusgitarristen Daniel Fehri die Bühne überließen und er zu einer klassischen Singer/Songwriter-Nummer ansetzte. Nach diesem Intermezzo kehrte die Band wieder mit einer harten Rocknummer auf die Bühne zurück. Im Laufe der Show von Among Royals hatte sich der Viper Room etwas gefüllt, gerade rechtzeitig für Eastwood Haze und ihre 70er & 80er Blues- und Hard Rock Show. Die Band feierte bisher ihren größten Erfolg im Jahr 2015, als sie die erste Saison des SPH Bandcontests in Österreich gewinnen konnten. Inzwischen wechselte die Originalbesetzung der Band und ein Jahr später wurde das von Jay Hundert produzierte und bei Studio Hundert Records veröffentlichte Album „Common Dedication“ aufgenommen werden.

Nach einer Umbaupause war es Zeit für Lisa weint, die ihren Stil selbst als „Popmetal- und Crossoverrock“ bezeichnen. Nach einer wie immer sehr ansprechenden Show der drei musikalischen Grenzgänger war das Publikum des Viper Rooms etwas verwirrt, dass diese zugegeben sehr interessanten Rockbands für eine Power/Thrash Metal Band wie Jacobs Moor den Opener machen sollten. Eines war jedoch sicher: es war ein bisher recht spannender, kontrastreicher Abend.

Jacobs Moor in Action

Nach einer weiteren Umbaupause konnten nun Jacobs Moor mit ihrer Show loslegen. Wie bei meinen bisherigen Konzertbesuchen bei dieser Band, war es auch am Donnerstag wieder eine Freude, diesen Vollblutmusikern zuzuschauen, wie sie eine detailliert geplante Show präsentieren. Jede andere Metalband kann sich von diesen Jungs kreative Anstöße für die eigene Performance holen. Alleine beim exakten Bandsound wird wohl jeder Metalfan ins Schwärmen kommen. Die Band präsentierte ein Programm, das Material aller bisher produzierten Tonträger von Jacobs Moor enthielt. So lieferten sich mal Thrash-, mal Power-Metal-lastige Songs ein abwechslungsreiches Feuerwerk.

Fazit

Jacobs Moor bewiesen mit der Live-Umsetzung ihres neuesten Albums „Self“, dass sie eine der besten heimischen Metalbands sind, die noch immer nicht von einer größeren Agentur unter Vertrag (warum nur?) genommen wurden. Sie konnten mit dieser Live Show eindeutig das Versprechen halten, das sie mit der gelungen Produktion ihres Albums abgegeben hatten.

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