Das Konzert von James Blunt am Sonntag, dem 26.10.2014 war ein voller Erfolg. Mehr zum Konzert gibt’s hier.

Die Grazer Stadthalle wurde verzaubert

Pünktlich um 20 Uhr kam die Vorband von James Blunt auf die Bühne. Lemo, der derzeit mit dem Titel „Vielleicht liegt’s am Sommer“ in Österreich bekannt ist, hatte die Ehre vor dem Star des Abends für eine halbe Stunde auf der Bühne stehen zu dürfen. Seine Songs waren genau richtig als Einstimmung für James Blunt, da sie ruhig rockig und popig waren. Seine musikalische Performanz war durchaus bühnenreif, aber er hätte es mit seinen Witzen bleiben lassen sollen, da diese großteils seinen, ansonsten guten Auftritt, eher negativ beleuchtet haben.

Endlich kommt er…

James Blunt - Konzert

James Blunt – Konzert

35 Minuten ließ der britische Superstar seine Fans in der Grazer Stadthalle warten, bis er sich endlich auf der Bühne zeigte. Die ersten beiden Lieder begleitete er selbst am Klavier und gewann so bereits die ersten Herzen der Zuschauer(innen), da er am Klavier unbeschreiblich gut performt hat. Der Hintergrund wechselte immer passend zu den Liedertexten und somit wurde die Bühnenshow nie langweilig und blieb stets abwechslungsreich. Auch die Licht- und Tontechnik war sehr beeindruckend und überraschte den ganzen Abend über wieder neu. Die ganze Band landete auf der Bühne mit ihren Spaceanzügen, passend zu seiner Tour: Moonlanding. Als er dann zu seiner Gitarre griff, begann das ganze Publikum zu kreischen. Da gab er sich nämlich von seiner frechen, rockigen Seite was besonders die Damenwelt sehr begeistert hat. Ein richtiger britischer Rock/Pop-star eben.

Singt er wirklich wie ein Mädchen?

Die Aussage, dass er wie ein Mädchen singt, bestätigte der gestrige Abend keineswegs. Er gab sich von seiner besten Seite und war stimmlich alles andere als mädchenhaft. Er hat manche Lieder sogar mit einer ganz neuen stimmlichen Interpretation geboten und ihnen somit einen rockigen Sound verliehen. Bei den hohen Tönen wurde er immer wieder leiser, da er diese mit seiner Kopfstimme sang und somit nicht das gleiche Klangvolumen erzeugen konnte, was aber überhaupt nicht störte, da diese Einlagen seine Lieder sehr gefühlvoll gemacht haben. Es hat auch nicht jeder Ton auf Anhieb gesessen, aber wenn man auf der Bühne so herumrennt und sich verausgabt, dann kann das ja durchaus einmal passieren. Im Gesamten gesehen hat er eine hervorragende stimmliche Leistung geboten, die große Hochachtung verdient.

Überraschende Showacts..

Nach jedem Song wechselte er die Gitarre und hat somit auch allen Gitarrenfreaks genügend Diskussionsstoff geboten. Seine Leistungen auf der Gitarre und auf dem Klavier waren wirklich außergewöhnlich. Als er dann Postcards spielte begann der ganze Saal zu grölen und versetzte das Publikum in Hochstimmung, vor lauter Klatschen und Kreischen hat man anfangs beinahe nur dieses gehört. Der Höhepunkt für seine Fans schien aber der Moment zu sein, als sich Blunt ins Publikum warf und eine Stagediving- Einlage hingelegt hat. Zahlreiche Fans trugen ihn durch die Halle und waren vor Aufregung außer sich.

Stage Diving - James Blunt

Stage Diving – James Blunt

Er gab verschiedenste Titel aus seinen Alben zum Besten, unter anderem auch Bonfire Heart, Heart to Heart und als Abschlussnummer Here we go again. Damit beendete er (ohne Zugabe) ein durchaus gelungenes Konzert. Viele strahlende Gesichter sah man aus der Grazer Stadthalle kommen, als es bereits nach 23 Uhr war.

Fotos: Vera Schmidt

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