Seit mehr als einem Jahr lädt das Hard Rock Café Vienna zu den Live Music Sundays. Organisiert werden die wöchentlich am Sonntag stattfindenden Acts von Mario Rossori (Pate Records). Letzten Sonntag unterhielt die junge Wiener Band Jay Bow die Gäste des Cafés.

Das Hard Rock Café Vienna will sich seit einem Jahr als Livemusik Location in Wien etablieren. Zu diesem Zweck wurde Poppate Mario Rossori engagiert, um passende Live Acts für das Hard Rock Café zu finden. Dies ist ihm auch bisher sehr gut gelungen.

Hard Rock Café: die neue Live Location

Dem Ruf des Paten sind bisher eine ganze Reihe von Bands und Liveacts gefolgt und die Liste der Bands ist ein interessanter Querschnitt der Wiener Pop & Rock Szene. Bisher sind im Hard Rock Cafe aufgetreten: Good Bad´n Ugly, The Freemensingers, Alex Radloff, Constantin Luger, Piano Men feat. Jürgen Rottensteiner, Solid Tube, Red Carpet Riders, Eichhorn & Harras, Gran Torino Club, Wiener Wahnsinn unplugged, Bull’s Eye, DaNiddl, Philipp & Julia, Die Stadtgeiger, Blind Petition, Andie Gabauer, ChriSue, Wolfslaut feat. Jennifer Kandut, M.P. Crew, Leonheart-Gruber, Top Sigrid, Mel Verez Trio, Deniz & Dos Hombres, Ron Glaser, Chilifish und Stephan Heiner & Börn FunkyFingers. Carl Avory, City Slickers, Dave Moskin, und Bull Eyes (live Karaoke).

Live Music Sunday: Jay Bow

Doch gestern waren Jay Bow dran. Jay Bow ist eine Rockband, die auch mal die Akustik-Instrumente auspackt. Die Band besteht aus: Vasif Vasko Tadzic (Cajon/Drums/Percussion), Vedad Vedo Zivojevic (Bass), Ivan Pop Boskic (Leadguitar/Backvocal) und Dubravko Dudo Laco (Lead Vocal/Guitar). Mit vier Mann gehört Jay Bow zu den personell größeren Acts, die die Bühne des Hard Rock Cafés bisher gerockt haben. Die Bühne ist neben dem Hinterausgang gegenüber der Bar aufgebaut. Dementsprechend ist es etwas beengend für die vier Musiker, aber solange die Band ohne komplettem Drumset auskommt, ist die nötige Bewegungsfreiheit gegeben.

Schon vor dem Konzert sind die Jungs etwas unruhig. Die Band ist in Wien durchaus beliebt und hat schon bei früheren Auftritten bewiesen, dass sie Publikum in Live-Lokale bringen kann. Nun stehe ich mit Ivan, dem Gitarristen der Band, um 19.00 vor der Bühne und wir beobachten das Hereinströmen der Fans der Band. Eines ist klar, heute wird es etwas beengend werden. „Hoffentlich sehen die Fans nicht, dass es nur mehr Stehplätze neben der Bar gibt und gehen wieder“, meint Ivan. Das Hard Rock Café Vienna will es den internationalen Schwesterlokalen gleichtun und auch Live Konzerte anbieten. Das Caféhaus in der Rotenturmstrasse eignet sich aber nur bedingt dazu, genügend Konzertbesucher neben dem laufenden Restaurantbetrieb aufzunehmen. Allerdings bietet es den Bands, die noch nicht so viele Fans anziehen können, eine gute Anlage und ein sehr schnell gefülltes Lokal. Um Live-Erfahrung zu sammeln eignet sich die Bühne daher allemal – enger Kontakt mit dem Publikum garantiert.

Dann legen die Jungs endlich los. Für die Fotos müssen wir uns durch die Menge der Fans durchboxen, es sind doch die meisten Freunde der Band geblieben und Jay Bow können ungestört beginnen. Sie starten mit „Every Breath You Take“ von Sting und können vom ersten Ton das Publikum in ihren Bann ziehen. Der gesamte Abend besteht aus zwei Sets von Cover Nummern, die gut in das Ambiente des Hard Rock Cafés Vienna passen. Ich habe mir natürlich auch Eigenkompositionen erhofft, wurde aber von einer professionelle Show auf kleinem Raum durchaus entschädigt.

Fazit

Die Band unterhielt die zahlreich erschienenen Fans sehr gut. Auch die Location ist sicher mit Abstrichen gut geeignet, um kleine Gigs von Gruppen mit zwei bis vier Musikern abzuhalten. Nach den selbstaufgenommenen Videos von Jay Bow im Netz, war es von vorne herein klar, dass die Burschen nicht erst gestern mit der Musik begonnen haben. Jay Bow ist sicher ein Geheimtipp für die Zukunft. Sowohl die Instrumentalparts sind gut aufeinander abgestimmt und auch die Stimmen der Musiker harmonieren sehr gut. Da das Hard Rock Café mehr auf Unterhaltung der Gäste, als auf die Entdeckung neuer Songwriter abzielt, lieferte die Band leider keine Eigenkompositionen ab. Die Songs waren natürlich sehr professionell dargebracht, aber nicht umbedingt die Art von Veranstaltung, die im Focus der Berichterstattung von Music-news.at steht. Aus diesem Grund entfällt auch die Wertung des Konzertes, da wir ja sonst Livegigs von Bands mit eigenen Nummern reviewen. Wie mir Ivan aber schon verraten hat, arbeitet die Band mit Hochdruck an eigenen Nummern, die für diesen Gig noch nicht ausgepackt wurden. Aber man darf gespannt sein.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.