Liedfett bügeln ihren Fans im B72 einen rein
Stimmung
Setlist
Show
4.2Sterne

Die Hamburger Band Liedfett ist mit dem vierten Album „Phoenix aus der Flasche“ auf Deutschland Tour, und hat auch Wien einen Besuch abgestattet.

Diese spannende Formation an Liedermachern kommt aus dem hohen Norden. Seit 2007 gibt es die Band aus Hamburg und mittlerweile werden sie von „Mr. Love“ Victor Flowers am Bass unterstützt. Ihr Stil kann wohl als bunte Mischung aus Sprechgesang, Punk, Akustik-Pop und einer Portion Funk beschrieben werden. Die Jungs nehmen sich selbst nicht allzu ernst, haben Spaß am Liedermachen und genießen ihre gemeinsame Zeit auf der Bühne. In Wien bewiesen sie aber auch, dass sie eine sanfte und nachdenkliche Seite haben. Die Songs „Regen“ und „Blätter“ sind als akustische Powerballaden eine gute Abwechslung zu ihren sonst so lauten und lustigen Liedern, die mehr als einmal zum Mitmachen motivieren.

Als Support haben sie sich bei dieser Tour den ebenfalls aus Hamburg stammenden Blues-Sänger Son of Polvo geschnappt. Dieser überzeugt auf der Bühne mit Hut und Gitarre. Leider war sein Publikum nicht allzu zahlreich, aber das kann ja noch werden.

Und los geht’s

Schon dezent angetrunken betrat dann Liedfett selbst die Bühne. Sänger Daniel Michel mit einer Weinflasche in der Hand, Schlagzeuger Philipp Pöhner und Gitarrist Luca Uecker mit Getränkehalter am Mikrofon-Ständer. Schon ihr erstes Lied „Gib mir dein Finger“ ließ das Publikum mitspringen und vor allem laut mitgrölen.

Das zog sich auch durch das gesamte Konzert, Liedfett ist definitiv eine Mitmach-Band. Das Publikum wird aufgefordert mitzusingen, in die Knie zu gehen, zu springen oder einen Moshpit im B72 zu starten. Doch auch die ruhigeren Balladen, die vor allem gegen Ende des Konzertes gespielt wurden, waren durch die tiefe und sehr rauchige Stimme von Pöhner sehr gelungen. Doch auch „Ball“, „Körperliche Selbstverteidigung“ oder „Kommst du mit?“ waren ein voller Erfolg.
Besonders war auch die Liebe, die die Band an ihre Fans, das „Schmierlappenkommando“, weitergab. Zwischen den Songs folgte immer wieder ihr Mantra des „Reinbügelns“, sprich die Fans sollen ordentlich trinken und feiern.

„Billig-Wein ist ein Allheilmittel!“

Sänger Michel lallte gegen Ende bei seinen Ankündigungen zur nächsten Zugabe etwas, trotzdem war es ein sehr schwungvolles und lustiges Konzert. Diese Jungs vergisst man bestimmt nicht so schnell wieder.

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