Lisa weint präsentiert "Vurbei" im Fania
Songwriting
Technik
Arrangement
Bühnenshow
4.2STERNE

Die Premiere ist „vurbei“, Lisa weint haben ihr Debütalbum am Donnerstag, den 6. April 2017 den Fans vorgestellt. Eine ungewöhnliche Kombination aus Synthie-Pop und Dialektrock-Elementen erfüllte das Fania live.

Allen Widrigkeiten zum Trotz (der erste Termin im Februar musste abgesagt werden) haben sich die drei Mannen um Sänger Markus ‚MarKs‘ Baumgartner im Fania Live eingefunden, um ihr Album nach einigen Verzögerungen zum Besten zu geben. Auch wenn das Equipment der nachfolgenden Band sehr dekorativ war, beengte es Lisa weint auf der von Natur aus recht knapp bemessenen Bühne im Fania.

Da der Termin am Donnerstag der Ersatztermin für das abgesagte Konzert im Februar war, war der Andrang der Fans von begrenzter Intensität, doch schadete dies der Qualität der Show, die Lisa weint bot, überhaupt nicht. Die Band nahm Aufstellung und begann unbekümmert das Albumreleasekonzert.

Lisa weint: Grenzgang im Fania

Es ist wirklich ein Grenzgang zwischen den Subgenres der Rock- und Popmusik, den Lisa weint hier beschreiten. Harte Gitarreriffs von Tom Plo treffen auf poppige Synthie-Beats von Ronald ‚RoN‘ Wintersteiner. Die Parts gehen durchaus überraschend eine spannende Symbiose der musikalischen Art ein, die hörenswert ist. Dass das Schlagzeug aus dem Drumcomputer kommt ist etwas verwirrend, weil man es nicht unbedingt erwartet, überhaupt an diesem Donnerstag, wo ein verwaistes aber sehr dekoratives Schlagzeug auf der Bühne stand. Dieser Klangteppich bildet das Fundament auf dem MarKs‘ Baumgartner seine Bühnenperformance aufbaut. Er sticht im Vergleich zu seinen eher statisch auf ihre Instrumente konzentrierten Mitmusikern als klarer Frontman heraus. Mit einer sehr überzeugend emotionalen Körpersprache präsentiert er seine Texte, die mal auf Englisch, mal auf Deutsch gesungen werden. Die Eigendefinition „Popmetal“ zu verwenden, ist vielleicht etwas verwirrend, denn echte Metal-Einflüsse sind nicht zu bemerken. Die Gitarrenparts von Tom Plo sind eher an den 80er Hardrock angelehnt, da mehr Blues als Punk in seinen Riffs steckt. Aber vielleicht wurde die Bezeichnung auch genommen, um auf die Gegensätzlichkeit der musikalischen Einflüsse der Bandmitglieder hinzuweisen. Auch ist es schade, dass Ronald ‚RoN‘ Wintersteiner als einziger Rhythmusinstrumentalist viel zu wenig von seiner Virtuosität, die man bei Solo-Auftritten von ihm schon gesehen hat, an den Synths voll ausspielen kann.

Fazit

Die Premiere ist nun „Vurbei“, Lisa weint haben bewiesen, dass sie auch außerhalb des Studios gute Musik auf die Bühne bringen können. Gerade die Liveperformance von Frontman Markus ‚MarKs‘ Baumgartner ist ein zusätzliches Plus, das es wert macht, nicht nur die CD zuhause abzuspielen, sondern eines der seltenen Konzerte der Band zu besuchen.

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