I love milk. bringen mit Cello, Gitarre und Klavier Schwung in jede Studentenbude! Die eigenen Songs oder Coverversionen sind ein wahrer Ohrenschmaus.

Am Freitag, den 20. Juni, bin ich spontan der Einladung einer Freundin zu einem Wohnungskonzert gefolgt, obwohl ich mir dachte, dass dort wahrscheinlich eine 0815 Band spielen würde, die mir nicht gefallen würde. Aber ich dachte mir, einen gemütlichen Abend kann ich nicht ausschlagen – Gott sei Dank hab ich zugesagt!

Und jetzt komm‘ ich auch schon zum Konzert: Angesetzt war es um 7 Uhr, angefangen hat es um halb 10. Gut eine halbe Stunde vor Beginn haben wir es uns auf dem Boden der Wohnung auf Decken „gemütlich“ gemacht und gespannt wie Flitzebogen auf die Band gewartet. Das Warten, schmerzende Hinterteile und verrenkte Wirbelsäulen haben sich definitiv gelohnt!

I love milk. stehen für Vielfalt und Experimentierfreude

I love milk. besteht aus den multi-talentierten Herren Miguel Pettenhofer und Andreas Fahrenberger. Ersterer bestach sowohl durch seinen melancholisch angehauchten Gesang, als auch mit der Gitarre, am Klavier, mit der Ukulele und als spontane Showeinlage mit dem Cello seines Kollegen Andreas. Neben dem Cello überzeugt dieser werte Herr durch seine grandiose Stimme, amüsiert durch diverse Jauchzer zwischendurch, bewies Taktgefühl auf der Decke seines Cellos und beherrscht die Gitarre mindestens genauso gut wie sein Mitstreiter. Die beiden ergänzen sich wirklich großartig, und die Kombi Gitarre und Cello ist zum Dahinschmelzen. (True story)

So, jetzt hab ich ein gutes Fundament gelegt, um das Konzert als Ganzes zu beschreiben. Zugegeben weiß ich nicht mehr alle Songs, die gespielt wurden, da das Konzert ganze fucking 4 Stunden gedauert hat, was einfach beachtlich ist! Hier nur ein Auszug der Gustostückerl, an die ich mich noch erinnern kann:

Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass das Konzert mit einem Lied von Miguels Lieblingsband Ween anfing und dass es sehr schwungvoll anfing, weiß ich auch noch! Mit dem ersten Song war das Publikum schon mal gewonnen, begeistert und euphorisch auf das, was noch kommen würde.

Nach etwas 3 Songs (teilweise selbst geschrieben, teilweise gecovert) folgte eine Trilogie über die Trauer, bei der die beiden sehr viel Feingefühl und Tiefe bewiesen. Aber auch Mut zum wieder Aufstehen, wenn es mal nicht so läuft.

Ab jetzt garantiere ich nicht mehr für die Gültigkeit der Reihenfolge. Was mir besonders gut gefiel, war der Song „Not Today“, der von einem Hasen handelt, der einen Wunsch frei hat. Dem Hasen gefielen die ganzen Vorschriften der erwachsenen Hasen, wie brav sein, nämlich nicht, und deswegen wünschte er sich an einem Geburtstag einen Tag ohne Vorschriften. Sehr nett, und der Song regt auch zum Nachdenken an, dass jeder sich ab und zu mal Narrenfreiheit gönnen sollte!

Dann war da noch ein herzerwärmender Song über die Geschichten von Janosch. Miguel erzählte uns, dass seine Mutter ihm die Geschichten vorlas, als er klein war, und er hört die Geschichten heute noch sehr gerne! Ihr merkt schon, dass die beiden Jungs auf eine sympathische Art und Weise jung geblieben sind, aber durch andere Songs wieder geistige Tiefe beweisen. Jugendliche und übermütige Züge bewiesen die Herren auch mit dem Song „I got a Gameboy“, der die Evolution des Gameboys beschreibt und in dem sich Miguel als Suchtler gibt, der jeden Gameboy haben muss, bis hin zur Play Station und Nintendo Wii.

Dann folgte ein Song über die alltäglichen banalen Gedanken, wie zum Beispiel, warum sich das vegane Café Erde Café nennt und nicht Restaurant, denn eigentlich kann man dort auch gut speisen. Eine lustige Parodie auf die Anglistik Fuckulty folgte, die den täglichen Kampf eines Studenten mit dem „neuen“ Curriculum beschreibt.

Hier ein kleines musikalisches Schmankerl:

Ich hoffe, ihr konntet mir bis jetzt folgen, kürzer geht es bei so einer coolen Band nicht. Also, die Themen kennt ihr jetzt und zum Auftritt kann ich sagen, dass der echt mitreißend war und richtig Spaß gemacht hat! Die beiden waren voll enthusiastisch dabei, haben das Publikum super abgeholt und aufgefangen, als es dann doch später wurde. Alles in Allem war es wirklich ein einzigartiger Abend, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Das Leben steckt doch immer wieder voller Überraschungen.

Ich gelobe Besserung und werde bei den nächsten Konzerten mitschreiben, sodass ich meiner Erinnerung besser auf die Sprünge helfen kann.

Die nächsten Termine sind:

25.6. im Humboldt Keller 21:00

2.7. im Auschlössl

4.7. Alte Technik 18:30

6.7. am Veganen Fest 13:00

Lasst euch das nicht entgehen!

Alle weiteren Infos (und bald auch ein Interview) gibt es wie immer hier auf www.music-news.at !

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