Marco Mendoza auf Tour Stop in der Szene Wien
Songwriting
Arrangement
Technik
Bühnenshow
4.0Gesamtwertung

Die Viva La Rock Tour von Dead Daisies Bassist Marco Mendoza machte am Freitag dem 18. Mai 2018, für einen Gig in der Szene Wien halt. Mit dabei waren die Female Fronted Modern Glam Rock Band Black Cage und als lokaler Opener KBB – Kutscher’s Blues Band.

Nicht einmal ein Monat ist vergangen seit die Dead Daisies Tour in der Wiener Simm City eine Show abgeliefert hat, schon kommt deren Bassist Marco Mendoza (Thin Lizzy, Whitesnake) mit seinem Solo Programm Viva La Rock in die Szene. Nach einigen Verzögerungen an der Grenze fuhren die Bands eine halbe Stunde vor Einlass, der um 19.30 geplant war, bei der Szene vor. Viel Zeit war nicht, um noch schnell einen ernsthaften Soundcheck zu machen, aber so ist nun einmal der Touralltag. Wenn alles glatt ginge, wäre es ja keine richtige Tour.

Support: KBB – Kutschers Blues Band und Black Cage

So legten Kutscher’s Blues Band mit einer leichten Verspätung los, da die Soundchecks der folgenden Bands erst abgeschlossen werden mussten. Stefan Kutscher und seine Band ließen sich aber nicht anmerken, dass sie den gesamten Nachmittag beschäftigungslos in der Szene zugebracht hatten. Die Band präsentierte ihr aktuelles Programm, das den Bandnamen etwas missverständlich erscheinen läßt. Die Songs von KBB sind eher dem härteren Bluesrock zuzuordnen, der eher an den Sound von Jimi Hendrix, als an eine Bluescombo mit Wiener Wurzeln erinnerte. Treibende Rhythmen und exzessive Gitarrensoli machen den Bandsound von Kutscher’s Blues Band aus und erklären, warum diese Band als lokaler Opener in die Szene geholt wurde. So wurden verwirrte Marco Mendoza und Black Cage Fans, die sich über die Wahl des Openers gewundert haben, aber wieder versöhnt.

Nach einer kurzen Umbaupause kehrten Kathi Cher und Dan Rider das erste Mal seit ihrer Albumpräsentation wieder auf die Bühne der Szene Wien zurück. Beide ließen sich den Stress der bisherigen Tour nicht anmerken und spulten ihr Programm in gewohnt professioneller Art und Weise herunter. Auch das Zusammenspiel mit der neuen Rhythmusgruppe funktionierte schon ausgezeichnet. Marco Mendoza hat sehr gut daran getan, diese junge Band mit auf Tour zu nehmen.

Marco Mendoza: Viva la Rock

Dann war es Zeit für den Altmeister des 70er Blues Rock. Dieses Jahr ist er mit verhältnismäßig jungen Bandkolegen auf Tour. Doch die beiden zeigten, was, trotz des Alters schon in ihnen steckt. Mit großartigen Drummings und inspirierenden Gitarrensoli legten sie die Basis für Mendozas Show. So angetrieben gab sich auch Marco keine Blöße und zeigte, warum er seit Jahrzehnten einer der gesuchtesten Live- und Studiobassisten ist. Auch wenn die Szene nicht ganz ausverkauft war, so erlebten die Zuschauer eine sehr stimmige und unterhaltsame Show.

Fazit

Auch wenn Marco Mendoza hierzulande noch nicht so bekannt wie im benachbarten Ausland ist – in Budapest ist die Show ausverkauft – so gab er auch ohne die Dead Daisies ein kräftiges Lebenszeichen hierzulande und wird wahrscheinlich auch nächstes Jahr auf seiner Europatour wieder in Wien zu sehen sein. Auch für die heimische Musikszene ist er ein Gewinn, weil durch seine Europatourneen heimische Bands, wie dieses Jahr Black Cage, internationale Tourluft schnuppern dürfen und wahrscheinlich schon bald eine eigene Headlinertour durch Europa bekommen werden. Verdient hätten sie es sich. Man darf gespannt sein.

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