Melissa Etheridge hat vergangenen Sonntagabend das Batschkapp in Frankfurt gerockt!

Melissa_Etheridge

Melissa Etheridge

Schaut man sich die Pressemeinungen zu Melissa Etheridges Auftritten an, so stellt man schon vor Besuch eines Konzerts hohe Erwartungen an sie: „Fulminante One-Woman-Show“ (Kurier), „Ein Energiebündel“ (Süddeutsche Zeitung) oder „Kein Schnickschnack, dafür umso mehr Stimme“ (Salzburger Nachrichten). Genau diese Erwartungen konnte die amerikanische Sängerin am vergangenen Sonntagabend in Frankfurt erfüllen, ja sogar übertreffen.
Bereits eine Stunde vor dem eigentlichen Einlass waren genügend Menschen vor dem Batschkapp in Frankfurt eingetroffen, um eine lange Schlange zu bilden. Kein Wunder, denn je früher man da war, desto eher sicherte man sich einen guten Stehplatz in der ausverkauften Halle. Dort eingetreten versprachen mehrere Gitarren, eine Harmonika, ein Flügel sowie Handtrommel und Tamburine einen unterhaltsamen Abend. Besonderes Highlight war darunter war Melissas Doppelhals-Gitarre, der die Sängerin virtuose Klänge entlockte.
Pünktlich um 20 Uhr betrat Melissa dann die Bühne und sorgte mit dem Opener „Aint It Heavy“ für grandiose Stimmung in der Halle. Gitarre und die typisch raue Stimme der Amerikanerin rissen das Publikum mit. Dass Melissa den Rock liebt und dafür lebt, zeigen ihre gute Laune auf der Bühne und die Leidenschaft, die sie versprüht – und genau damit erreicht sie all ihre Fans. Sie kündigt ihre Show mit den Worten „Tonight it’s me, just me….and some technology…“ an, womit sie auf den Titel ihres neuen Albums „This is M.E.“ eingeht.

„Tonight it’s me, just me“

Und tatsächlich: Melissa tritt ohne Band auf und sorgt mit selbst eingespielten Loops für die passenden Klänge. Nur ihre Begleitung am Mischpult unterstützt sie. Neben den neuen Songs performt der Weltstar auch Klassiker, die sie im Laufe ihrer beinahe 30-jährigen Karriere produziert hat. Dazu zählen beispielsweise der Hit „Come To My Window“, für den sie 1995 den Grammy erhalten hat, aber auch der bekannte Hit „Similar Features“ aus dem Jahr 1988.  Für ihr neues Album „This is M.E.“ hat Melissa ein eigenes Label gegründet, um unabhängig zu sein und genau das machen zu können, was sie will. Mit den sehr persönlichen Songs will sie ihren Fans raten, niemals aufzugeben und ein Ende nicht zu akzeptieren („Because you never know what will be next!“). Songs wie „Monster“ oder „Take My Number“ werden ebenso perfekt wie die beliebten Oldies interpretiert. Dabei steht nicht nur Melissas außergewöhnliche Stimme im Vorgerund: Die Amerikanerin beherrscht das Musizieren auf verschiedensten Instrumenten perfekt und beweist dies mit virtuosen Soloparts auf der Gitarre oder tollen Einsätzen auf der Harmonika. Kleine Witzeleien und Selbstironie machen die Sängerin äußerst sympathisch und lockern die Stimmung gekonnt auf. So kündigt Melissa ihre Ballade „Who are you wating for“ mit einer scherzhaften Aussage über die Liebe an: „I’ve done the thing with love long enough, so I know what I’m singing about…I’ve learned to love myself over the years” (Ich mach das Ding mit der Liebe nun schon so lange, ich weiß über was ich singe…Über die Jahre hinweg habe ich gelernt, mich selbst zu lieben).
Fazit: Melissa hat definitiv den Saal gerockt und heizte den Fans ordentlich ein. Fantastische Gitarrensolos, selbst eingespielte Loops und ihre unverkennbare Stimme haben das Publikum knappe zwei Stunden lang zum Beben gebracht, sodass Melissa selbst aufgefallen ist, dass ihre deutschen Anhänger immer „so enthusiastic“ (begeistert) sind. Über kleine Verspieler auf der Gitarre sah man dank Melissas verschmitzten Grinsens gerne hinweg und falls ein eingespielter Loop mal ein freudiges „aah“ der Sängerin beinhaltete, wurde dies gekonnt in den Song eingefügt. Superstar Melissa Etheridge kann auch nach beinahe drei Jahrzehnten auf der Bühne immer noch begeistern und weiß, wie eine hervorragende Live-Show auszusehen hat!

Für alle, die einen Einndruck von Melissas neuem Album haben möchten, der Song „Monster“:

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