Monster Magnet rockten die Szene
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Stimmung
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4.6STERNE

Die amerikanische Rockband Monster Magnet ist im Zuge der „Celebrating the A&M Years Live“ Tour in Europa unterwegs und hat auch einen Halt in Wien gemacht.

Die Szene diente hierfür als eine gut gewählte Location, deren Räumlichkeiten die perfekte Größe für diesen Abend hatte. Bei unserer pünktlichen Ankunft war sie jedoch noch ziemlich leer, wir freuen uns aber schon sehr die beiden US Rock Bands Monster Magnet und Scorpion Child auf der Bühne zu erleben.

Scorpion Child – Texaner rocken die Szene

Die aus Texas stammenden Acid Rocker von Scorpion Child eröffnen den Abend und betreten etwas verspätet aber bestens gelaunt die Bühne. Die Rock-begeisterten Szene Besucher werden schon einmal aufgewärmt. Der Konzertsaal wird langsam voller aber wird sich erst beim Headliner Monster Magnet komplett füllen. Dennoch ist die Stimmung sehr gut, weil die Band total ausgelassen abgeht und dabei authentisch wirkt. Hier fallen vor allem der Keyboarder Aaron John „AJ“ Vincent auf, der ordentlich in die Tasten haut und kaum zu bremsen ist, und der Sänger Aryn Jonathan Black, der bei den instrumentalen Teilen „nur“ da steht, aber dabei den coolen Blick und die Frontman-Attitüde hält. Die Musik ist stark an Classic Rock der 70er angelehnt und auch optisch kommen die Musiker aus dieser Zeit. Ich denke, man kann behaupten, dass Scorpion Child an diesem Abend eine Menge neuer Fans dazu gewinnen konnten. Eigentlich dachten wir, dass es sich um eine gewöhnliche Rockband handeln würde, doch wir wurden komplett vom Gegenteil überzeugt – Unterhaltung pur und gar nicht 0815.

Monster Magnet erobern die Bühne

Die Band Monster Magnet aus New Jersey wurde bereits 1989 gegründet, ist live aber immer noch enthusiastisch und mit vollem Einsatz dabei. Genau mit dieser Begeisterung betreten sie an diesem Abend mit dem ersten Song „Crop Circle“ die Bühne und man merkt, dass sie Bock haben, die Szene zum Beben zu bringen. Auch das Publikum ist von der ersten Sekunde an voll dabei, welches übrigens auch einige ältere Semester enthält. Dasselbe gilt für die Band, die zwar etwas in die Jahre gekommen ist, aber mehr abgeht als viele jüngere Kollegen. Auf der Bühne kommen die Rocker immer noch total gut gelaunt und cool rüber. Stimmlich ist Dave Wyndorf wirklich top und mit einem Ventilator vor ihm auf der Bühne wehen seine Haare Stadion Rock-mäßig im Wind. In der Mitte des Konzerts entstehen in den ersten Reihen immer wieder kleinere Moshpits, die Teil der ausgelassenen Stimmung sind. Man hört die Leute mitsingen, einige lassen sich auch zum Tanzen verführen, wenn auch eher etwas zurückhaltend. Was feststeht ist, dass Monster Magnet eine der wenigen noch übrig gebliebenen „echten“ Rockbands der alten Schule ist, der deswegen wahrscheinlich die Fans von damals bis heute treu geblieben sind.

Von Classic Rock über Acid Rock bis hin zu progressiveren Nummern war an diesem Abend alles dabei, Hauptsache es rockte. Klassiker wie „Powertrip“ und „Space Lord“ waren gut gewählte Highlights der Setlist, die generell viel zu bieten hatte, wie auch am Schluss die Zugabe mit „I want more“ oder „Face Down“. Auch für Nicht-Kenner der einzelnen Songs war es wohl eine unterhaltsame Show. Eine gut gelaunte Band verabschiedet sich von einem gut gelaunten Publikum – so soll es sein.

Kurz zusammengefasst

Monster Magnet und ihre Kollegen von Scorpion Child brachten dem Wiener Publikum einen unterhaltsamen Konzertabend voll von Acid und Classic Rock. Wenn man ohne besondere Erwartungen zu einem Konzert geht und dann so positiv von beiden Acts überrascht wird, kann man das einen voll und ganz gelungenen Abend nennen. Über ein weiteres Konzert in unserem Lande bei ihrer nächsten Tour würden wir uns sehr freuen.

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