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Planet Festival Tour – Zwei Tage – 16 Bands
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4.0STERNE

Die großen Big Bang Finaltage sind absolviert. 16 Bands haben im Gasometer alles gegeben. Publikum und Jury haben die glücklichen Sieger gekürt.

Zwei musikalische Tage liegen hinter uns. Sie wurden als Big Bang Days angekündigt und es ging auch Schlag auf Schlag. Aber alles der Reihe nach:

Freitag

The Rootups eröffneten mit gediegenem Pop/Rock mit Harmonika, die Halle war um 19.00 noch etwas schütter besucht, doch einige treue Fans aus Leibnitz verirrten sich in die Halle. The Fair aus Wien folgten den Steirern auf die Bühne, die sich genauso wie die Halle des Gasometers nun mehr füllte. Sie traten mit einem soliden Konzert ab, doch neuesten Meldungen zufolge war die Finalteilnahme ihr letzter gemeinsamer Auftritt, da sie am Sonntag ihre Auflösung bekanntgaben.

Mit X-Eption betrat ein Act die Bühne, der als Einziger aus einem Rapper und einem DJ bestand. Die beiden waren aber nicht vom Glück verfolgt, da bald nach der ersten Nummer der Laptop streikte und die Performance fast komplett A-Capella absolviert werden musste. Dafür schlugen sie sich wacker und die beiden Jungs nahmen es mit Humor.

Gerry G. and the Wailers legte dann als erste Band den folgenden Acts etwas vor und ließ die Jury zum ersten Mal aufhorchen. Für mich war es sicher eine der besten Bands am Freitag. Massiver, druckvoller, durchaus progressiver Hardrock, so wie es sein soll.

Tilt X ging schon definitiv mehr in die Metalschiene und konnte auch mit einer überzeugenden Show glänzen. Past Perfekt spielten danach ihr technisches Können aus, wer auf sphärische Klangwolken steht, kommt hier auf seine Kosten.

Twenty Strings sind alleine aufgrund der namensgebenden Besetzung (Cello, Western Gitarre, E- Gitarre, Bass) ein Hingucker. Sie boten an sich einen guten Auftritt, es stellt sich die Frage, ob man aus der extravaganten Besetzung mehr herauskitzeln hätte können.

Horny Women beschlossen den Wertungsdurchgang, bevor der Special Act Boon die Bühne betrat. Die jungen Burschen füllten zu dritt mit ihrer dynamischen Punk-Rock Show durchaus die Bühne und freuten sich sichtlich, einmal auf der großen Bühne der Gasometer-Halle zu spielen.

Samstag

Beyond Infinity eröffneten den zweiten Tag des Big Bang Finals im Gasometer mit ihrer subgenreübergreifenden Metalshow. Die Halle füllte sich langsam und Die Verwegenen betraten die Bühne. Die Burschen aus Oberösterreich stellten mit ihrem Rock-, Blues- und Funk-Programm einen durchaus interessanten Kontrapunkt zu den an diesem Tag eher härteren Bands dar. Ein überzeugender, kompakter, sehr eingespielter Auftritt sicherte ihnen die Zusage von Josef „Muff“ Sopper, die Band in Zukunft unter seine Fittiche zu nehmen.

Random Sh*t zeigte, was man in Niederösterreich unter Grunge versteht und kam bei den mitgereisten Fans in der Halle gut an. Nach einer kurzen Umbaupause bereiteten sich Black Cage auf ihren Auftritt vor. Nicht nur aus dem Burgenland, sondern auch aus Wien warteten schon viele Fans auf ihren Auftritt. Starke Stimme, starke Riffs und starke Performance sicherte der Band den dritten Platz und Auftritte bei Rock in Vienna und dem Hafen Open Air.

Vitruv ist ja für einen Bandcontest schon fast zu erfahren, aber sie bewiesen mit ihrer unglaublich vielseitigen Show den jüngeren Bands, dass man mit der angebotenen Technik im Gasometer auch einen exzellenten Sound haben kann, wenn man sein Equipment im Griff hat. Vitruv spielten an diesem Abend so ziemlich alles an die Wand und sicherten sich somit den verdienten Sieg und die 12.000 € in bar.

Dann ging es gleich Schlag auf Schlag mit Snoir weiter. Sie bezeichnen ihren Stil als Nu-Alternative Rock und hatten damit scheinbar bei Jury und Publikum Erfolg. Die Jungs ergatterten den zweiten Platz und einen Auftritt beim Sziget Festival in Budapest.

Rope hielten die Fahne für einen abwechslungsreichen Alternative Sound hoch. Edge of the Sun absolvierten ihre Female-Fronted-Alternative-Rock-Show und erreichten bei ihrem bisher größten Konzert immerhin den siebenten Platz.

Die Sieger

Die Vertreter der großen Festivals in und um Österreich haben entschieden. Sowohl Rock in Vienna, als auch das Hafen Open Air entschieden sich für die drittplatzierten Black Cage, das Sziget Festival bietet Snoir einen Slot an.

Die Sachpreise (Video, Studiotage, Equipment,… ) im Wert von rund 100.000 Euro wurden auf die 16 Teilnehmer des Finales verteilt. Der Sieger Vitruv darf sich über 12.000 Euro in bar freuen.

Fazit

Die Planet-Festival-Tour bewies, wie professionell ein Bandcontest organisiert werden kann. Das durchwegs hohe Niveau der Bands zeigt, wie viel Potential in der österreichischen Pop- und Rock-Szene steckt. Es muss nur freigelegt werden. Die Bands und deren Fans können sich auf eine interessante Festivalsaison freuen.

www.planetfestivaltour.at

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