Wenn Kompass ohne Norden draufsteht, ist kein Kompass ohne Norden drinnen!

Anita und meine Wenigkeit hatten nach jahrelangem Warten jetzt endlich die Chance Prinz Pi live erleben zu dürfen.
Ich habe mir geschworen in diesem Text Sätze wie „Eigentlich bin ich enttäuscht!“ oder „Warum redest du vom Erwachsen werden, wenn du immer noch deine Songs feierst, die aus Zeiten sind, wo erwachsen werden wahrscheinlich nicht mal auf deiner to-do Liste stand?“ nicht zu verwenden.

Ich versuche diese Review so neutral wie nur möglich zu schreiben, da ich glaube, sonst kein gutes Haar an diesem Künstler lassen würde.

Dieser Konzertabend begann genial mit dem wirklich geilen Supportact „OLSON“, den ersten drei Nummern des Pi Konzertes und einem wirklich guten Bühnenbild. Diese Nummern waren „Du Bist“,“Fähnchen im Wind“ und „Kompass ohne Norden“ – soweit so gut, aber danach kamen viele alte Nummern, leider keine, die die Genialität des Künstlers ans Tageslicht brachten, sondern bis auf wenige Ausnahmen, die hohlsten seiner Nummern. Die letzte Nummer war dann „Gib dem Affen Zucker“, was im Großen und Ganzen ein versöhnlicher Abschluss war.
Ich muss aber sagen, das passte auch zum Publikum. Keine Frage, das Publikum war voll dabei und hat permanent Stimmung gemacht. Das vorherrschende Publikum waren zahnspangentragende Neoteenies. Diese Menschen bezeichneten sich als jahrelange Fans, witzig an der Angelegenheit ist nur, dass sie nicht wesentlich älter zu sein scheinen als die ersten Prinz Porno Alben.

Und ich schrei: Was hast du schon erreicht?
Du bist nur der größte Hai in deinem kleinen Teich! (
Textstelle aus „Kompass ohne Norden“)

Lieber Prinz Pi, wenn das deine Zielgruppe ist, – Leuten denen du sogar den Song „Dumm“ gewidmet hast, dann musst du dich selbst fragen: Was hast DU schon erreicht?

Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.