Reckless Love und Santa Cruz – Energie geladene Show in der Szene
Bands
Stimmung
Location
Sound
4.7STERNE

Was für ein Abend. Mit den beiden Hard Rock Bands Reckless Love und Santa Cruz waren zwei Top Bands aus Finnland am 16. März zu Gast in der Szene in Wien. Beide Shows haben total gerockt.

Hard Rock und Glam Rock angelehnt an die 80er ist wieder stark im Kommen und zieht ein immer größer werdendes Publikum an. Vor allem in Skandinavien sieht man solche Band-Formierungen sehr häufig, wie auch die beiden Bands des Abends zeigen. Reckless Love und Santa Cruz tragen dieses Musikgenre mit voller Energie und musikalisch top in der Szene vor. Das nennt man Bühnenpräsenz.

Santa Cruz eröffnen den Abend

Santa Cruz ist eine junge, erfrischende Band aus Helsinki, deren Mitglieder erst Mitte 20 sind. Diesen neuen Wind bekommt man vor allem live zu spüren. Ungehemmt und wild rocken sie von Beginn an bis zum letzten Song die Szene. Sie wirken zwar nicht ganz so souverän wie die älteren Hasen im Geschäft, doch tut das der Show nichts ab, vielleicht sogar im Gegenteil. Denn bei Santa Cruz wirkt alles noch so unverfroren und im positiven Sinne unbedacht, sie spielen ganz einfach Rock und das mit vollem Einsatz. Und das wird auch belohnt, denn ihr Publikum wächst von Jahr zu Jahr. Hat sie vor zwei Jahren in Österreich fast noch keiner gekannt, haben sie letztes Jahr in Graz schon einer ganzen Menge Leute gespielt und heuer vor noch mehr in Wien. Sänger und Gitarrist Archie ist im wahrsten Sinne des Wortes Frontmann und Rampensau. Er spricht sehr gekonnt und mit Witz zum Publikum und kann stimmungstechnisch überzeugen. Aber auch die anderen drei Mitglieder, Johnny, Middy und Taz sind mit vollem Einsatz am Start.  Im Publikum sieht man nicht nur jüngere Mädchen, wie man bei einer gut aussehenden jungen Hard Rock Band erwarten könnte, es sind auch ältere Männer da, die zu den Hymnen „We are the Ones to Fall“ und „Wasted & Wounded“ abgehen. Tolle Show.

Reckless Love – sportlicher Einsatz

Kurz bevor die Show von Reckless Love beginnt, sind die ersten Reihen bereits dicht gefüllt. Hier vorne ist nun aber doch ein deutlich größerer Mädchen-Anteil zu vernehmen. Auch etwas Gekreische ist zu hören, als die Band die Bühne betritt und als letzter der gut aussehende Frontmann Olli Herman im Rampenlicht erstrahlt. Die Finnen sind geübte Live-Musiker und die Show ist supersouverän, aber auch total unterhaltsam. Auch sie bestreiten mit vollem Einsatz und Begeisterung die Show. Neben Stimmungsmacher-Songs wie „Animal Attraction“, oder „So Happy I could Die“, die gleich zu Beginn gespielt wurden, gaben die Finnen viele Songs des erst 2016 erschienen Albums „InVader“ zum Besten, wie „Monster“, „Hands“, oder „Scandinavien Girls“. Das Publikum nahm die noch sehr neuen Songs aber gut auf und gingen auch dazu ab. Für meinen Geschmack, könnten die Songs von Reckless Love eine spur „dreckiger“ sein, also nicht so poppig, denn manche Stücke sind schon fast zu glatt. Aber dennoch konnten sie mich live überzeugen, allein schon wegen ihres wilden Treibens auf der Bühne, und den „sportlichen Einsatzes“ von Herman, der des Öfteren sein Bein so hoch schwingt, das es fast schon seinen Kopf berührt. Gegen Ende des Konzerts entblößt er dann endlich seinen Oberkörper und zeigt seinen stahlharten Sixpack und das erfreut nicht wenige Damen und vielleicht auch Herrn im Publikum. Ich fand die Show sehr gelungen und unterhaltsam. Langeweile gibts bei Reckless Love nicht.

Nach der Show

Als das Konzert zu Ende war, haben es sich die Musiker von beiden Bands nicht nehmen lassen, auf ihre Fans persönlich zu treffen. Und so haben sie sich genug Zeit genommen mit allen Leuten Fotos zu machen und Autogramme zu schreiben. Der Ansturm war sehr groß und es dauerte fast eine Stunde bis alle zufrieden waren und den Heimweg angetreten sind. Diese Aktion fand ich top.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.