Am 19. Dezember baten die Organisatoren von Metalnight Outbreak zur Xmas Metal Party in den Wiener Viper Room. Mit dabei waren: Companion, Jacobs Moor, Fear Comes In Waves und So I Sin

Der Samstag vor dem vierten Adventsonntag war auch dieses Jahr sehr beliebt, um noch schnell ein Live-Event vor Weihnachten zu organisieren. So hatte die Metalnight Outbreak zur Xmas Metal Party auch wieder ordentlich Konkurrenz. Während praktisch ums Eck vom Viper Room Alkbottle ihre Weihnachtsshow zelebrierten, tröpfelten die ersten Metalfans in den Keller am Rochusmarkt. Am Programm standen Companion, Jacobs Moor, Fear Comes In Waves und So I Sin. An Act of Treachery mussten leider krankheitsbedingt zwei Tage vorher absagen.

SO I SIN

So I Sin aus Sichart (Stmk.) wurden im Oktober 2005 gegründet und sind im Bereich Death/Thrash Metal angesiedelt. Sie waren schon Vorgruppe von renommierten Bands wie Hatesphere, Rage, Sepultura, Exodus oder Debauchery bei Auftritten im In- und Ausland. Fixe Mitglieder der Band sind Heinz (Rhythmguitar, Vocals), Phillipp (Leadguitar) und Joshy (Drums). Seit 2015 hat sich die Band entschieden die Bass-Parts einem Profi zu überlassen. Lukas verstärkt die Jungs bei Live-Gigs am Bass.

Sehr ambitioniert versuchten die jungen Steirer das langsam nach vorne strebende Publikum für sich zu gewinnen. Als erste Band ist es immer schwierig, aber den Burschen war nach den ersten Liedern die Freude am Spielen so anzumerken, dass auch die Leute, die eher für die folgenden Bands gekommen waren, mit den Songs von So I Sin mitgingen. Mir persönlich gefiel der schleichende Wechsel von klassischen Death/Thrash Nummern zu Songs mit stärker werdendem Powermetal-Einfluss.

Fear Comes In Waves

Fear Comes in Waves aus Wien bestehen aus Thomas (Vocals), Markus (Guitar), Philip (Guitar), Jan (Drums) und Flo (Bass). Sie zählen sich zur Metalcore-Fraktion. Da ich mich persönlich nicht für Metalcore erwärmen kann, traue ich mich zu den Jungs nicht viel zu sagen, außer, dass sie brav Druck gemacht haben und eifrig auf der Bühne herumgesprungen sind. Ich glaube das gehört sich so. Daher verzichte ich bei diesem Review auch auf eine Punktewertung, da die Bands genremäßig so unterschiedlich waren, dass es unfair wäre subjektiv zu bewerten, was mir am besten gefallen hat. Das Publikum war zufrieden, das Konzept der Band war klar erkennbar, mehr braucht es für ein gelungenes Metalkonzert auch nicht.

Jacobs Moor

Jacobs Moor feierten die Release ihres neuesten Tonträgers. Seit 2013 besteht die Band aus: Richard Krenmaier (Vocals), Johannes Pichler (Guitars), Rupert Träxler (Guitars), Stephan Först (Bass) und Rainer Lidauer (Drums). Die 2010 gegründete Band kombiniert mehrere Subgenres des Metal, wie Power-, Thrash-, Groove- und Progressive Metal zu einem eigenständigen Sound. Diese Jungs waren daher schon mehr nach meinem Geschmack. Aber gerade das macht ja den Reiz eines Metalabends aus, dass sich jede Band aus den verschiedenen Subgenres des Metal das für sie Passende raussucht und einen persönlichen Stil entwickelt. Treibende Powerriffs mit einem charismatischen Frontman und gut abgestimmte Solos, was will man mehr. Eine alles in allem gelungene Bühnenshow.

Companion

Companion sind im Hardcore Metal Subgenre angesiedelt und bestehen aus Dominik (Vocals), Daniel (Guitar) Marco (Guitar), Hansl (Bass) und Markus (Drums). Auch der Hauptact ist vielleicht nicht so meine Musik, doch was solls. Die Burschen haben trotz der vielen Konkurrenzveranstaltungen noch genug eigenes Publikum mitgebracht. Auch ist diesem Publikum zugute zu halten, dass sie teilweise schon um 19:30 im Viper Room anwesend waren, sodass die anderen Bands nicht vor ganz leerem Haus spielen mussten. Die Fans wurden dann auch von Companion mit einer mitreißenden Metalcore-Performance belohnt.

Fazit

Alle Bands haben es verstanden eine würdige Show abzuliefern, es war ein unterhaltsamer Abend, gestaltet von großartigen Musikern, die sich viel mehr Publikum verdient hätten. Es war für jeden Metalfan etwas dabei. Für mich war es wieder eine Bestätigung, warum ich zu Konzerten gehe und darüber berichte, weil nur so entdeckt man unbekannte Bands, die die Szene so lebendig machen, wenn auch leider die Konkurrenz am Musikeventmarkt in Wien erdrückend groß ist.

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