Rock the Night Vol. I rockt die Szene
Songwriting
Arrangement
Technik
Bühnenshow
4.2STERNE

Mars Music Productions legte am Samstag, dem 5. Mai mit Rock the Night Vol. I ein abwechslungsreiches Zeichen in der Wiener Hard & Heavey Szene. Black Cage präsentierte das neue Album „Excess all Areas“ und The Salt Department verabschiedeten sich von den treuen Fans.

Premieren sind immer eine spannende Sache, meist mehr für den Veranstalter und die ausführenden Musiker, aber in erster Linie sind sie für das Publikum unterhaltsam. Mars Music Productions ließ den neuen Hard & Heavy Event „Rock The Night Vol. I“ in der Szene Wien über die Bühne gehen. Mit dabei waren Bands des Labels, allen voran Black Cage, die die Veranstaltung nutzten, um ihr Debütalbum „Excess all Areas“ den Fans vorzustellen. Gleichzeitig war es auch das Abschiedskonzert von The Salt Department, da sich Szene-Unikat R.G. Kooper von der Hardrockbühne verabschieden will und andere Ziele in seinem Leben folgen will. Wird er nach Linz ziehen, um Buchhalter zu werden, oder wird er Friedhofsgärtner am Friedhof St. Marx? Keiner weiß es. Doch alles der Reihe nach.

Support: Bluerof und Pray4me

Den Anfang machten an diesem Abend Bluerof und heizten mal den ersten Gästen der Szene Wien ordentlich ein. Somit stand der Abend von Beginn an im Zeichen des Female Fronted Hard Rock. In die harten Riffs von Bluerof mischten sich auch Blues und Funk Einflüsse, die die Show der erst 2016 gegründeten Band durchaus spannend machte.
Nach einer kurzen Umbaupause ging es mit der nächsten rockenden Frontfrau und Pray4me weiter. Die Band besteht ja schon länger und gab nun wieder seit ihrem letzten Gig im Februar das erste kräftige Lebenszeichen von sich. Die Band zeichnet sich besonders durch ihren kompakten druckvollen Bandsound aus.
Da ging der Abend seinem ersten Höhepunkt entgegen, hinter einem schwarzen Bühnenvorhang wurde eifrig für die Albumpräsentation von Black Cage aufgebaut. Endlich wurde das Intro abgespielt, ein letztes Stoßgebet, der Vorhang möge problemlos rechtzeitig fallen und: Action!
Glücklicherweise lief alles perfekt, der Vorhang fiel und Black Cage startete in die Show. Wie schon im letzten Jahr bei der Planet Festival Tour, fiel gleich auf, wie gut geplant und strukturiert die Show war. Somit hob sich Black Cage gegenüber den Vorbands, die teilweise schon weitaus länger unterwegs sind, ab. Es ist immer schön zu zuschauen, wenn eine so junge Band so professionell unterwegs ist. Das Styling der einzelnen Bandmitglieder war sehr gut abgestimmt, die Band ist inzwischen nach einem anstrengenden Tour-Jahr noch besser eingespielt. Von einem sehr hohen Einstiegsniveau letztes Jahr, konnte sich die Band im vergangen Jahr noch weiter steigen. Es würde nicht verwundern, wenn man diese Band, wenn nicht in diesem Jahr, dann vielleicht in den nächsten Jahren aufs große Wacken-Festival einladen würde. Schön, dass sich harte Arbeit auch in der Musikszene auszahlt.

The Salt Department: sag zum Abschied laut: F***k off!

Nach diesem Lehrstück, wie man sich in der Hard & Heavy-Szene einen Namen machen kann, gab es wieder eine Umbaupause. So schön es war, Black Cage bei ihrer Premiere des Albums zu begleiten, so traurig war es, dass nun das letzte Konzert von The Salt Department anstand. Da aber weder R.G. Kooper noch Steve Destiny Kinder der Traurigkeit sind, heizten sie den treuen Fans gehörig ein und spielten eine sehr souveräne Show. Durch den Umstand, dass R.G. Kooper verlautbarte sich seinen Status als Wiener Rockstar nicht mehr finanziell leisten zu können, öffnet sich aber vielleicht wieder eine andere Tür, da Steve Destiny nun intensiver auf der Suche nach einem Drummer für sein Hauptprojekt Black Mariah ist. Wenn auch das „Salzamt“ Geschichte ist, gibt es hoffentlich bald neue Nachrichten von Black Mariah.

Fazit

Alles in Allem war es eine gelungene Veranstaltung von Mars Music Productions. Vier harte Rockbands lieferten energetische Shows ab, die Albumpräsentation von „Excess all Areas“ verlief überzeugend und die Hard & Heavy Szene konnte sich noch einmal von The Salt Department würdig verabschieden. Nach dem Konzert ist immer vor dem Konzert: warten wir auf Rock The Night Vol. II.

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