…war es am vergangenen Mittwoch beim Konzert von Texas In July und Upon A Burning Body. Trotzdem gaben die Bands alles, und das Publikum war begeistert.

Die Schweden Walking With Strangers eröffneten die Show um 19:45 unter suboptimalen Bedingungen. Draußen war es immer noch hell und dazu noch ziemlich warm, vor dem Arena-Beisl waren Bierbänke und –tische aufgestellt, und irgendwie hatte verständlicherweise keiner so richtig Lust, die angenehme Atmosphäre draußen gegen den kleinen, dunklen Konzertraum zu tauschen. Überraschenderweise füllte sich die kleine Halle der Arena dann doch relativ schnell, als die fünf Jungs loslegten. Der Sound war etwas gewöhnungsbedürftig, um es milde auszudrücken. Erschwerend kam hinzu, dass Sänger Robin Schulz nicht mit auf die Tour konnte – Ersatz-Sänger Kalle hat den Job aber echt gut gemacht. Mehr als genug Energie hatten Walking With Strangers trotzdem und schafften es, das Publikum anzuheizen (obwohl das bei den Temperaturen wirklich nicht mehr nötig gewesen wäre).

Fluchtartiges Verlassen des Raums

Gleich nach dem 30minütigen Set erfolgte die Flucht nach draußen, wo die Hitze in der Zwischenzeit zumindest ein bisschen nachgelassen hatte. Ein großes Lob an den Veranstalter, der die Pausen zwischen den Bands mit 20 bis 30 Minuten deutlich länger veranschlagt hat, als normalerweise üblich ist. Da blieb Zeit, was zu trinken und den Schweiß halbwegs trocknen zu lassen.

Confessions Of A Traitor haben zu Beginn ihres Sets gleich mal die Initiative ergriffen und selbst alle draußen stehenden Leute reingeholt. Wohl die einzig sinnvolle Taktik, die Besucher dazu zu bewegen, wieder in den unglaublich stickigen Raum zurückzukehren. Generell haben die Bandmitglieder (der Drummer natürlich ausgenommen) fast mehr Zeit im Publikum verbracht, als auf der Bühne. Es ging ziemlich ab, die Songs kamen beim Publikum gut an und sie folgten Sänger Stephen MacConville auf’s Wort, es wurde gehüpft, geschrien und gemosht. Kein Wunder, bei dieser mächtigen Stimme. Das Highlight des Sets war dann, als JT, Sänger von Texas In July, beim Cover von „One Step Closer“ (Linkin Park) mit auf die Bühne kam und den Song mit den Jungs performte.

Die zwei Headliner trotzen den Temperaturen

Spätestens bei Texas In July kochte die kleine Halle dann, sowohl sprichwörtlich, als auch auf die Temperatur bezogen. Von meinem Platz nahe dem Ausgang sah man den Dampf im Licht der Scheinwerfer und die einzige Abkühlung brachten die vereinzelten Circle Pits, die die Luft etwas bewegt haben. Nach Texas In July waren wohl alle froh über die 30 Minuten Verschnaufpause. Der Typ, der hinter mir rausging, zog dann einfach mal sein Shirt aus und drückte es aus – es tropfte. Lecker.

Trotz der Hitze freuten sich alle auf Upon A Burning Body. Schon beim Anschauen der Bühnenoutfits (nämlich Anzüge, mit Krawatte und allem Drum und Dran) wurde einem gleich noch heißer. Keine Ahnung, wie die das jeden Tag machen. Während der Show fiel öfter auf, dass die Backing Vocals wohl nicht so richtig live waren und teilweise waren die Samples nicht gut in die Songs eingegliedert. Außerdem war es wahnsinnig laut, da halfen auch meine Ohropax nicht mehr viel.
Abgesehen davon war die Show wirklich gut, Songs wie „Middle Finger To The World“ und „The New Breed“ wurden von allen mitgesungen und Upon A Burning Body hatten sichtlich Spaß auf der Bühne.

Fazit

Alles in allem eine großartige Show, sowohl die Bands, als auch das Publikum hatten trotz der Hitze viel Energie und ließen den Abend gelingen. Die zwei Headliner haben übrigens leicht verkürzte Sets gespielt, was man ihnen wohl nicht übel nehmen kann. Wir hätten uns, denke ich, alle gewünscht, es würde ein Wunder passieren und das Konzert würde spontan auf die aufgebaute Open-Air Bühne der Arena verlegt werden.

Fotocredit: Ben Gibson (Rock Sound)

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