Solidarität beim Metal for Breathing 2
Location
Bands
Sound
Stimmung
4.0Sterne

Bei der zweiten Ausgabe des Metal for Breathing, der metallischen Benefizveranstaltung im Zeichen von cf-austria, waren unter anderem Dragony, Pain Is und Illuminata am Start.

Auf ein erfolgreiches Benefizkonzert im Zeichen Cystischer Fibrose Patienten kann Anton Schober, Vorstandsvorsitzender der cf-austria und selbst betroffener Patient, nach diesem Wochenende zurückblicken. Vergangenen Samstag, am 14. November 2015, wurde im Jugendkulturzentrum Explosiv gerockt, um auf diese angeborene Stoffwechselerkrankung aufmerksam zu machen. Fünf Bands aus unterschiedlichsten Kategorien des Metal waren am Start, es gab jede Menge Preise zu gewinnen und die Besucher waren top motiviert – was will man mehr.

Das Mix-Programm

Bulldozer

Bulldozer (c) RET Photo

Selten findet man, natürlich abgesehen von größeren Festivals, ein so durchgemischtes Programm, wie es am Metal for Breathing 2 der Fall war. Angefangen bei Hardcore über Thrash Metal bis hin zu Symphonic und Power Metal war an diesem Abend alles vertreten. Das liegt vor allem an dem Musikgeschmack von Anton Schober.  „Laute harte Musik, um abzuschalten“ – das ist es, was ihm bei der Bewältigung seines Alltags mit CF hilft, wie er uns bereits für das Preview zur Benefizveranstaltung verraten hat. So begann der Abend gleich mit voller Wucht, nämlich mit der Hardcore Band Bulldozer aus Kärnten. Sänger Stefan war auch schon bei der ersten Ausgabe des Metal for Breathing dabei und die Leidenschaft konnte man ihm auch dieses Mal auf jeden Fall ansehen.

Bloodliner

Bloodliner (c) RET Photo

Der zweite Startplatz dieses Abends ging an Bloodliner. Geradliniger Thrash Metal ohne viele Umwege – das ist die Devise der fünfköpfigen Band aus Weiz, die bereits seit 2012 ihren Metal unters Volk bringt. Noch hielt sich die Besucheranzahl in Grenzen, aber davon ließen sich Bloodliner nicht unterkriegen. Sie präsentierten einen schnörkellosen Sound, der noch dazu sehr gut gemischt war und bei allen bereits Anwesenden sehr gut ankam.

Illuminata

Illuminata (c) RET Photo

Nach kurzen Umbauarbeiten kam dann der Act, auf den wohl der Großteil der Besucher gewartet hatte – Illuminata. Die Cinematic Metal Band aus Graz inszenierte sich wie gewohnt fantasievoll, allerdings nicht ganz so theatralisch und dramaturgisch, wie man die Band schon des Öfteren erlebt hatte. Das ließ die Show aber nicht weniger uneinheitlich und musikalisch top erscheinen. Ihre Songs untermalten sie mit Videoprojektionen, Hüten, Masken und ihren unverwechselbar stimmigen Outfits. Eine wunderschöne Ballade widmete Sängerin Katarzyna den tragischen Geschehnissen in Paris – Solidarität kennt keine Grenzen. Nach einem großen Danke für die Organisation bei Anton Schober gaben sie noch eine Zugabe, „Phoenix“, zum Besten und hielten damit alle Besucher bis zur letzten Sekunde ihrer Show bei Atem.

Pain Is mit Anton Schober

Pain Is mit Anton Schober (c) RET Photo

Weniger inszeniert ging es weiter mit Pain Is und ihrem „Pain Core“, wie sie ihren Stil selbst bezeichnen. Die vier Metalheads aus Kärnten setzten auf den Mitmach-Faktor des Publikums. Besonders durch seine kleinen Spaziergänge durch die Menge motivierte Sänger Jerome Jaw die Besucher, sich einfach auf  ihren Sound, der hin und wieder eindeutig an Disturbed erinnerte, einzulassen. Um allen Besuchern den Zweck des Abends näher zu bringen, holte er Anton Schober auf die Bühne und bat ihn, CF kurz zu erklären. Ein weiser Schritt, immerhin gab es so gut wie keine Moderation und all jenen Gästen, die nicht wegen des Benefiz-Aspekts ins Explosiv gekommen waren, wurden die täglichen Hürden von CF-Betroffenen näher gebracht.

Dragony

Dragony (c) RET Photo

Den Abschluss machten Dragony. Erst vor knapp zwei Monaten veröffentlichten sie ihr neues Album „Shadowplay“, an dessen Orchestrierung der Gitarrist von Illuminata, Lukas Knoebl, maßgeblich beteiligt gewesen ist. Die Weiterentwicklung der Band konnte man an diesem Abend deutlich erkennen – während die Nummern ihres ersten Albums sich nicht ganz so harmonisch eingliedern wollten, schien der Sound der neuen Scheibe ihnen eindeutig besser zu liegen. Mit Songs wie „Wolves Of The North“, dem Game of Thrones-Song der Band, und „Kiln Of The First Flame” lockten sie allen Power Metal Fans des Abends in die Veranstaltungshalle. Einen erfolgreichen Abschluss fand die Veranstaltung mit ihrem David Hasselhoff Cover „True Survivor“.

Preise Preise Preise

Um das Publikum auch zwischen den Acts von Bulldozer, Bloodliner, Illuminata, Pain Is und Dragony bei Laune zu halten, hatte sich Anton Schober etwas ganz Besonderes überlegt. Insgesamt 153 Lose wurden an diesem Abend an die Besucher gebracht. Zu gewinnen gab es neben T-Shirts und CDs von den auftretenden Bands auch zwei große Hauptpreise, die nach der letzten Band verlost wurden: Ein signiertes Trommelfell von Illuminata inklusive zwei CDs und eine von Musik Hammer zur Verfügung gestellte Ukulele inklusive einer gratis Unterrichtsstunde – für alle Freunde der kleinen Zupfinstrumente ein begehrenswerter Hauptgewinn.

Resümee

Insgesamt war es ein überaus gelungener Abend im Zeichen Cystischer Fibrose, der der Organisation cf-austria nicht nur Popularität sondern auch einen finanziellen Gewinn bescherte. „Alle haben einen super Job gemacht und die Spendenfreudigkeit und der Losverkauf waren sehr positiv“, so Anton Schober. „Das Publikum war super und es hat mich sehr gefreut, dass schon bei der ersten Band viele zuschauten und bis zum Schluss geblieben sind.“ Somit kann das nächste Metal for Breathing kommen – anvisiert wird dafür der Zeitraum Herbst/Winter 2017.

Metal for Breathing

Wir freuen uns auf das nächste Mal! (c) Theresa Jäger

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.