SPH-Finale im Viper Room
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4.2STERNE

Das Finale des SPH-Bandcontest ging am Samstag, dem 17. Februar 2018, im Viper Room in Wien-Landstraße über die Bühne. Elf Bands ritterten um den Titel des Siegers im Österreichfinale von SPH. Wie im Prefinale im November siegten auch dieses Mal wieder Teufelsmühle vor den Voodoo Rebels. Der Singer/Songwriter Tobyas konnte sich über den dritten Platz freuen.

Endlich war der große Tag gekommen. Nach vier Vorrunden und fast eineinhalb Jahren hatten sich zwölf Bands für das Österreichfinale der dritten Saison des SPH Bandcontests qualifiziert. Leider mussten Lionator kurzfristig krankheitsbedingt absagen, doch die übrigen Bands lieferten sich ein knappes Rennen, so dass an diesem Abend Zehntelprozentpunkte über die Platzierungen entschieden.

Doch alles der Reihe nach: Die Auftrittszeiten blieben wie in den vorhergehenden Runden mit 25 Minuten gleich, da aber für zwölf Bands kalkuliert wurde, wurde der Einlass schon auf 15.00 Uhr verlegt und Grim Reaper Tea Party hatten die undankbare Aufgabe, als erste Band zu starten. Außerdem starteten sie zu zweit, was die Sache auch nicht einfacher machte. Doch auch zu zweit brachten sie ordentlich Druck auf die Bühne und Stimmung ins eintreffende Publikum. Der progressive Rocksound der Band beeindruckte Teile der Jury, doch mit zu wenig Votes in der Publikumswertung blieb nur der 11. Platz, der wie alle Finalplatzierungen mit Sachpreisen bedacht wurde.

SPH: Voodoo Rebels räumen ab

Dann konnten High Five zeigen, was in ihnen steckt. Auch diese Band konnte mit ihrem Rock/Punk Crossover-Sound punkten. High Five aus Linz erzielten mit der drittbesten Jurywertung immerhin noch den achten Gesamtplatz. Nach einer kurzen Umbaupause legten die Seriensieger der Jurywertung der letzten Runden die Voodoo Rebels los. Auch sie konnten ihre Performance für das Finale steigern. Der Kritik der Jury folgend sprang Bassist Thomas Kraft von der Bühne, dass nun niemand mehr sagen konnte neben Gitarrist Elmar Castillo und Frontman Sebastian Staeger würde man ihn auf der Bühne fast nicht bemerken. Dies war auch keine leichte Aufgabe, da Elmar mit der Wertung als bester Gitarrist und Sebastian als bester Vokalist des Abends ausgezeichnet wurden. Insgesamt erreichte die Band wie im Prefinale den zweiten Platz.

Nach den Voodoos war es Zeit für Dare to Disturb. Die Classic Metal Band hatte schon in den Vorrunden von sich reden gemacht. Aus welchen Gründen auch immer konnten sie den Druck, den sie sonst auf die Bühne brachten, nicht hervorzaubern. Daher waren sie diesmal nicht unter den Favoriten der Jury. Es reichte insgesamt nur für den zehnten Platz. Danach erklomm der einzige Singer/Songwriter Tobyas, der es durch alle Runden ins Finale geschafft hatte, die Bühne. Trotz einer durchaus eindrucksvollen Darbietung als Einzelkünstler, von der Jury weniger gut benotet, konnte er mit Hilfe seiner treuen Fans doch noch den dritten Platz des Finales ergattern.

SPH: Viper Room an der Kapazitätsgrenze

Muddy Confusion war als nächstes dran. Die junge Grunge-Band aus Salzburg und Umgebung war mit einem Fanbus angereist. Trotz einer musikalisch guten Leistung reichte es gerade für den neunten Platz. Auch Manspirit überzeugten mit einer imposanten druckvollen Show und zeigten gegenüber den Vorrunden eine großartige Steigerung, auch hier erreichte die Band dank dem intensiven Voting der Fans um 0,5%-Punkte gerade noch den sechsten Platz. Auch durfte sich Schlagzeuger Armin über die Juryauszeichnung als bester Drummer der Saison 2017/18 freuen.

Dann betraten Teufelsmühle die Bühne, die im bereits überfüllten Viper Room heftigst belagert wurde. Wie schon im Prefinale zeigten sie, dass sie eine Band sind, die sowohl eine Jury, als auch das Publikum überzeugen kann. Der Tagessieg war mit 0,16% vor den Voodoo Rebels zwar nur hauchdünn, aber durchaus verdient. Auch Creatures of a Day konnten, durch die dicht gedrängte Menge der Zuschauer motiviert, einen Spitzengig hinlegen. Die Boys aus Weitra mussten sich aber mit dem siebenten Platz zufriedengeben. Risk it all for a hingegen konnten durch eine solide Wertung der Fans den vierten Platz erobern, verpassten nur um 0,13%-Punkte den dritten Rang. Nach den bisherigen zehn Bands beschlossen Go Went Gone als elfte Band das SPH-Bandcontest Finale. Im brodelnden Viper Room holten die Jungs alles aus sich heraus und freuten sich sichtlich vor einem dermaßen dankbaren Publikum zu spielen. Mit der zweitbesten Jury-Wertung reichte es insgesamt nur für den fünften Platz, doch konnte sich ihr Bassist Constantin über die Juryauszeichnung „Bester Bassist“ freuen.

Fazit

Der SPH Bandcontest hat mit diesem Finale bewiesen, dass er in der dritten Saison auch in Österreich Fuß fassen konnte. Die Finalbands zeigten alle, dass sie auf dem Weg sind, die Rock- und Popszene Österreichs zu bereichern. Nun wird es für SPH aber Zeit, sich für das nächste Finale einen Venue mit mehr Fassungsvermögen zu suchen.

Zum Ergebnis gehts hier.

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