Steel Panther
Von fliegenden Haaren und fliegenden Tangas

Steel Panther sind eine Formation aus Los Angeles, die es geschafft haben einen so großen Musikfanatiker, wie ich es einer bin, von vorne bis hinten auf den Arm zu nehmen: mit Perücken, strap on Tattoos und mit Volume Lipgloss auf Welttournee. Sie haben ihre ganze Biographie gefaked und haben zudem noch ihre Atteste von angeblichen jahrelangen Entzugsklinikaufenthalten, um den Anschein zur erwecken, dass sie wirklich 20 Jahre für ihr erstes Album gebraucht haben. Aber von dieser Band lässt man sich sehr gerne verarschen! Supergenial!

Sie wollen absichtlich die Glamrockwelt der 80/90er, in der sie alle aufgewachsen und zweifelsfrei beeinflusst worden sind, stark überzeichnet darstellen.
Diese Band hat es sich nicht nehmen lassen in Graz, welche in Bookerkreisen als Geheimtipp gilt, zu spielen. Recht hatten sie! Die Hütte war ausverkauft und die Fans kochten schon lange, bevor Steel Panther überhaupt die Bühne betrat.
Dafür war die Vorband verantwortlich, EASY aus Wien. Eine Glamrock/Glammetalband der allerersten Güte. Mit Songs wie „I´m sexy and I know it“ haben sie die Menschen dazu bewegt in den Partymodus überzugehen. Abgeschlossen haben sie ihre superlustige Show mit einem Kiss-cover von „Lick it up“. Das war der sichere Steilpass für den Mainact.

Als in der Halle die Lichter gedimmt wurden und „Number of the Beast“ von Iron Maiden als Intro lief, war das Publikum nicht mehr zu halten. Der schwarze Vorhang fiel und da standen sie. Steel Panther wie sie leiben und leben. Hautenge Leggings, Make-Up für drei, zerrissene T-Shirts, Perücken und das Wichtigste: LEXXIs (Bassist) Schminkspiegel. Alles war perfekt vorbereitet für einen bombastischen Abend.
Die Erwartungen der Fans, die selbst in ihren Outfits denen der Band um nichts nachstanden, wurden weit übertroffen. Bei der ersten Zugabe, „Community Property“ kam MICHAEL STAR (Sänger) quasie nicht zu Wort, weil die erste Strophe und der erste Refrain komplett vom Publikum fehlerfrei vorgetragen wurde. Das war ein einmaliges Erlebnis. Die allerletzte Nummer „Party all Day“ war der perfekte Abschluss dieses Abends voller entblößter Brüste, fliegender Tangas und fliegenden Haaren vom Headbangen.

Es war einfach ein unfassbar geiler Abend! Danke an die Band und danke auch an die Fans!
Weitere Informationen wie immer www.music-news.at

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