Das Wiener Chelsea war am 4. November spärlich besucht, als die britischen Blues Rocker The Temperance Movement die Bühne betraten. Sänger Phil Campbell und seine Truppe boten dennoch einen beeindruckenden Gig. Spitzen Soundqualität, starke Show und dreckiger Rock – die Musiker ließen ein zufriedenes Publikum zurück.

Der amerikanische Folksänger Joshua James eröffnete den Abend mit seinen ruhigen, nachdenklichen Songs. Seine charakteristische Stimme entführte die Zuhörerinnen und Zuhörer in schroffe, einsame Landschaften und sonnengetränkte Felder. Der regnerische Wiener Novemberabend war schnell vergessen. Joshua James bot Musik mit Seele, Lieder, die sich tief ins Herz fressen und dort ein wohlig bittersüßes Gefühl auslösen.

Die bluesigen Rocknummern von The Temperance Movement besitzen ebenfalls viel Gefühl. In der härteren Variante. Die fünf Briten setzten den dreckigen Sound des selbstbetitelten Debütalbums auf der Bühne gelungen um. Der charismatische Sänger Phil Campbell tanzte sich durch die Songs. „Midnight Black“, „Only Friend“ und das ruhige „Pride“ waren die Höhepunkte des Abends. Klassischer Rock, live gespielt von einer sympathischen Band, genossen mit einem kühlen Bier – Musik kann so glücklich machen.

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