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The Cure in Wien: Konzert mit Gänsehautfeeling
Stimmung
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Sound
4.4STERNE

Die britische Goth/Pop Band The Cure überzeugte die Fans in der Marx Halle in Wien mit einem Set, das knappe drei Stunden dauerte.

The Cure gaben bei ihrem Konzert in der Marx Halle in Wien wirklich alles, Hits wie „Pictures Of You“ oder „Lullaby“ wurden gespielt sowie alle anderen beliebten Songs, denn die Musiker standen fast drei Stunden auf der Bühne, um die Fans restlos glücklich wieder heimkehren zu lassen. Ungebremste Begeisterung galt dem Sänger und Kopf der Band Robert Smith: Als dieser die Bühne betrat, löste das bei manchen Hardcore-Fans sogar Tränen aus. Es sollte ein wirklich emotionales Konzert werden.

The Twilight Sad eröffnen den Abend

Auch die Vorband The Twilight Sad sollte erwähnt werden. Eine sehr sympathische Band, die sich gefreut hat, wie sie selbst sagten, dass schon so viele Leute so früh dort waren. Sie gaben ein sehr gefühlvolles Konzert, das etwas Melancholie in der großen Halle versprühte. Trotzdem schienen einige Konzertbesucher nicht ganz so begeistert, viele hielten sich noch weit entfernt von der Bühne auf und generell war das Publikum noch sehr ruhig. Zu dieser Art von Musik passt zwar nicht, dass die Musiker total abgehen, doch ein bisschen mehr Showelemente wären vielleicht nicht schlecht gewesen. The Twilight Sad konnten aber musikalisch mit sehr gefühlvoller Musik und gutem, düsteren Sound überzeugen.

The Cure und ihr unverkennbarer Robert Smith

Als dann The Cure mit dunklem Klang ihre Show eröffneten, war die Spannung im Publikum ungebrochen, von 20-Jährigen bis hin zu der älteren Generation waren alle gleich mit Begeisterung erfüllt. Das Ansehen sollte aber nicht nur Robert Smith gelten, auch die restlichen Musiker der Truppe haben es so richtig drauf: Gitarrist Reeves Gabrels zum Beispiel, der erst seit 2012 bei The Cure ist, hat davor jahrelang für David Bowie gespielt. Robert Smith ist natürlich der Star der Band und unverkennbar in seinem Stil wie auch seinem Make-Up. Was man ihm anrechnen muss: Im Gegensatz zu einigen seiner Rockstar-Kollegen ist seine Stimme immer noch top und bringt Leute in andere Gefühlslagen. Zwischen den Songs passierte allerdings nur wenig, er sprach selten und bewegte sich auch zurückhaltend, aber so ist er eben und zu dieser Musik benötigt man nichts anderes.

Es war ein gelungener Konzertabend, der mit großen Gefühlen begonnen hat und auch mit einem Gänsehautfeeling beendet wurde. Was allerdings unschön war: Von weiter hinten konnte man fast gar nichts sehen. Das liegt an der nicht optimalen Location, der Marx Halle, wo es außerdem zu wenig Getränkestände und Toiletten gegeben hat. Wartezeiten standen am Programm. Ein Plus gibt es aber für den Sound. Und da The Cure musikalisch hervorragend waren, war dieser Abend auf jeden Fall etwas Besonderes für jeden Fan.

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