The Dead Daisies in der Wiener Simm City
Songwriting
Arrangement
Technik
Show
Support
4.1STERNE

Die Supergroup des 70er- und 80er-Hard-Rock The Dead Daisies gab am Sonntag, dem 29. April ein fast ausverkauftes Wienkonzert in der Simm City. Als Support hatten sie The New Roses aus Deutschland mit dabei.

Da der Sommer dieses Jahr schon im April vorbeigeschaut hat, war auch an diesem Sonntag ein Badetag, wodurch sich vor Konzertbeginn schon eine Menschentraube auf der Dachterrasse der Simm City gebildet hat. Die Halle kochte schon bevor noch ein Ton gespielt wurde. Trotzdem haben sich viele Hard-Rock-Fans die Gelegenheit nicht nehmen lassen, die Helden des 70er- und 80er-Hard-Rocks aus den USA bei ihrem Wiendebüt zu genießen.

Support: The New Roses

Pünktlich auf die Minute kamen die Nachwuchsrocker von den New Roses aus Deutschland auf die Bühne und legten den Altmeistern von The Dead Daisies mal etwas vor. Die New Roses lieferten eine durchaus überzeugende Show ab, doch in punkto Staging könnten sie sich von ihrer Headliner-Band, die sie schon seit Glasgow auf der Europatour begleiten, einiges abschauen. Der Bandsound war druckvoll und stimmig, aber außer ihrem Bassisten ließen die New Roses einen eher farblosen Eindruck zurück, diesen Opener-Gig hätte durchaus eine unserer heimischen Hard-Rock-Bands zumindest gleichwertig machen können.

Eine geballter Ladung Hard Rock: The Dead Daisies

Dann war es endlich Zeit für den Hauptact, auf den das Publikum lange genug gewartet hatte. Die Halle füllte sich mit Fans und einer gespannten Stimmung auf das nun folgende Konzert. Schon mit der ersten Nummer war klar, dass vierzig Jahre Bühnenerfahrung bei jedem der Daisies den Unterschied zu anderen Bands dieses Genres ausmachen. Die fünf Routiniers zeigten, wie man ohne große Bühneneffekte oder grelle Outfits die große Bühne der Simm City spielend füllen kann. Der Bandsound der Daisies basiert auf dem energiegeladenen Schlagzeugspiel von Deen Castronovo (Journey). Mit den druckvollen Bassriffs von Marco Mendoza (Thin Lizzy/Whitesnake) bilden sie eine ideale Rhythmusgruppe für die Gitarristen Doug Aldrich (Whitesnake, Dio) und dem Mastermind der Daisies David Lowy (Red Phoenix/Mink). Zu diesem Hard-Rock-Klangteppich gesellt sich die Stimme von Ex-Mötley Crüe Sänger John Corabi. Zusammen spielen sie eine Monster-Rock-Show, die man nur bei wenigen Bands heute noch sieht.

Fazit

The Dead Daisies hinterließen einen guten Eindruck beim Wiener Publikum, es war ein gelungener Hard-Rock-Abend. Wenn auch die Musiker vielleicht nicht an die technisch ausgefeilte Virtuosität der brasilianischen Kollegen von Angra herankamen, so zeigten sie doch, dass, wer es im Showgeschäft zu etwas bringen will, auch eine ernsthafte Show abliefern muss. Man kann hoffen, dass The Dead Daisies nächstes Jahr wieder in Wien vorbeischauen werden.

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