Die Indie-Rock-Band The Minor Deal haben im Mai dieses Jahres ihr erstes Album beim eigenen Label Mindset Music veröffentlicht.

THE MINOR DEAL starten seit diesem Jahr richtig durch und haben im Februar 2015 ihre erste Single mit Video „Second Chances“ und am 22. Mai 2015 ihr Album „Biographies“ über das selbst gegründete Label Mindset Music veröffentlicht. Seit 2011 formt die sechsköpfige Band ihren eigenen Sound im weiten Feld zwischen Alternative-Pop, Songwriting und Indie-Rock. Die Band, deren Mitglieder aus Wien und Niederösterreich kommen, definiert ihren Stil folgendermaßen:

„Die Musik klingt dabei mal euphorisch, mal melancholisch, mal energisch, mal zurückhaltend – wie auch das Leben mit all seinen großen und kleinen Deals eben ist. Und so treffen feine Stimmen und subtile Töne auf dynamische Klänge und verspielte Sounds. Die Songs handeln vom Weitermachen und Innehalten, vom Aufbrechen und Ankommen, von Wegkreuzungen und Hindernissen, von Nachhaltigkeit und dem Mut zur Veränderung.“

Die Band besteht aus: Irene Jelinek (vocals, keys, percussion), Matthias Peter (vocals, a-guitar), Andreas Raab (e-guitar), Magdalena Köstner (piano, keys, vocals), Dominik Hofmarcher (bass) und Lukas Salzer (drums, percussion).

The Minor Deal gab dem Debutalbum den Titel „Biographies“ und will damit vor allem den individuellen Lebensweg eines jeden einzelnen Mitglieds der Band als einflussreichen Teil des musikalischen Gesamtergebnisses hervor streichen: „Jede Biographie ist schließlich einmalig, kann und soll nicht bewertet oder kategorisiert werden, genau so wie die 12 Songs des Albums sich nicht nur einem bestimmten Stil zugehörig fühlen. Und trotzdem bleibt gerade auch dann viel Raum für bewusste Sound- und Genrezitate.“

Leider kommt man beim „Review“ eines Albums nicht ganz ohne Kategorisierungen und Bewertungen aus. Doch kann man der Band schon zustimmen, dass für eine Band, die als Genrebezeichnung „Indie Rock“ wählt, die Bemühungen, jedes Lied rhythmisch unterschiedlich aufzubauen, hervor stechen. Ein weiterer großer Pluspunkt ist für das harmonische Aufeinandertreffen der Stimmen von Irene Jelinek und Matthias Peter zu vergeben. Wenn es vielleicht auch nicht erwünscht ist, erinnert das Vokalisten-Duo streckenweise an „Papermoon“. (Dies ist im positivsten Sinne gemeint.:-))

Ein Indie-Album mit starken Akzenten

Das Album beginnt mit dem namensgebenden Titel Biographies. Das Intro ist kurzgehalten, es geht gleich gemütlich poppig zur Sache. Interessant, dass die Band das Lied in einer über 5-Minuten-Version dem Album voranstellt. Das Album wird aber, um einer möglichen Singleauskopplung vorzugreifen, mit einer 3 Minuten Single-Edit-Version beschlossen.

Biographies wird gleich die Nummer World Collide nachgeschoben, sie beginnt mit einem fröhlichen Glockenspielintro, das als Interlude durch den ganzen Song wieder aufgenommen wird. Mit Second Chances haben The Minor Deal ihre bereits im Februar veröffentlichte Single an die dritte Position geschoben. Hier geht es zum ersten Mal etwas rockiger, verzerrter in die Vollen, nur um mit Crossroads wieder poppiger zu werden. An fünfter Stelle kommt mit Resonate ein klassischer Female-Fronted Pop/Rocksong. Auch hier wieder ein Kompliment an den Drummer für seine laidback Patterns.

Mit Far Beyond wird gleich eine weitere Schmeichel-Nummer gebracht, bei der wieder die Stärke des Vokalduos besonders zum Vorschein kommt, nur um sich mit Calliope wieder den trockeneren Drumbeats zu verschreiben. Diese Steigerung wird mit Fancy Lives und dem Drum & Bass Intro beibehalten, hier tritt die Stimme von Matthias stärker hervor.

Seven Hours kommt mit einem verspielten Akkustikgitarre-Intro daher um gleich wieder in einen Happy-Sound-Chorus zu münden. Good Season füllt die Lücke zu Barricades, das mir mit seinem Floortom-Intro fast am besten von diesem Album gefällt – wieder guter Harmoniegesang. Das Album wird mit einem Pop-Wienerwalzer beschlossen: The Infinite Walz, damit haben The Minor Deal auch in den ¾-tel Takt gewechselt. Die Single-Edit-Version versteht sich sichtlich als Bonus Track.

Alles in allem eine sehr reife Produktion für ein Debutalbum

Man kann sich der Band nur anschließen: „Die Vielfalt der musikalischen Einflüsse spiegelt sich im offenen Musikverständnis der Band wieder und so ist die eigenständige Melodie-Verliebtheit des Songwritings genauso hör- und spürbar, wie das Bekenntnis zu all den (musikalischen) Erfahrungen, die eine Biographie eben ausmachen. Das Album „Biographies“ ist somit vor allem eines – die Summe der erlebten Momente und Eindrücke der Musikerinnen und Musiker. Und am Ende ist es gut so, dass jede Biographie, jeder Song seine eigene, persönliche Geschichte erzählt.“

The Minor Deal legen mit ihrem Debut-Album eine solide Alternative/Indie Produktion vor, besonders, da der Tonträger, wie auch schon die Single zuvor, vom eigens gegründeten Label publiziert wurde. Man wird sehen wie viel Erfolg der Band mit diesem Tonträger beschieden sein wird, zu wünschen wäre es ihnen.

Foto: The Minor Deal
Link: http://www.mindsetmusic.at/contact/

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