Ein unvergleichliches Event fand am 1.6 in der Szene Wien statt. Switchfoot brachte Einheit und Verbundenheit nach Wien.

Montagabend. Montagabend in Wien. Genauer gesagt in der Szene Wien. Es war nicht nur ein Abend, es war beinahe ein Highlight. Es waren Nationen aus ganz Europa vertreten, von Rumänien über Polen, England und sogar aus Neuseeland waren die Gäste gekommen. Ein bunt gemischter Haufen, der Kinder, aber vor allem junge Erwachsene als Publikum zeigte. Der Großteil der Menge hatte unverkennbar einen christlichen Hintergrund, was irgendwie logisch ist, da Switchfoot ja eine Alternative christliche Rockband ist.

AT Pavillon

Die Vorband, die pünktlich um 20 Uhr loslegte war jetzt nicht so der Renner. Das Publikum unterstützte sie natürlich trotzdem, aber Stimmung zu erzeugen gelang ihnen nicht wirklich. Die Wiener Gruppe war zwar instrumental-technisch gesehen sehr überzeugend, aber ihre Lieder schienen nicht den richtigen Groove gefunden zu haben.

SO WAS GIBT ES NICHT OFT

Während die Vorband in der Szene das dort wartende Publikum unterhielt, waren einige der Zuseher aber noch im Garten, wo man gemütlich sitzen und tratschen konnte. Dann kamen plötzlich die fünf Mitglieder von Switchfoot und spazierten ganz gechillt durch die Menschenmenge und begrüßten die Leute so, als würden sie sie schon ewig kennen. Ganz normal! Kein Superstargetue oder sonstiges. Einige der wartenden Fans erkannten die Jungs nicht einmal, weil sie sich fast wie Zuseher in der Menge bewegten. Doch dann brach plötzlich lautes Klatschen und Anfeuerungsrufe aus den sitzenden Reihen hervor. Dazu kann man einfach nur sagen: echt cool!

What is the thing that holds us all together?

KAUM ZU BREMSEN

In meinem ganzen Leben habe ich so ein Publikum wie das gestrige noch nicht erlebt. Die jungen Rockfans klatschten Switchfoot schon seit halb neun ein und sangen auch durchgehend ein Lied der Gruppe um sie anzuspornen, früher auf die Bühne zu kommen. Die ganze Halle formte sich zu einer Einheit, und es war eine derartige Harmonie zu spüren, die ich in so einer Form noch nie auf einem Konzert gespürt habe. Im Publikum selbst herrschte viel Umsichtigkeit und es wurde ganz viel Wert auf das sichtliche Wohlbefinden des anderen gelegt. Einfach genial.

WHAT IS THE THING THAT HOLDS US ALL TOGETHER

Switchfoot_Concert

Dieser Satz wurde öfter gefragt, in verschiedenen Kontexten. Der Leadsänger der Band fragte rhetorisch immer wieder in das Publikum: „What holds a marriage together? What holds a chruch together? What holds people together?“ Das Publikum schien die Antwort darauf zu wissen und genoss den Dialog, den Switchfoots Sänger mit den Zuschauern führte. Es war weniger ein Versuch Stimmung zu machen, sondern viel mehr der Wunsch, das Publikum zu erreichen und ihre Meinung und Denkweisen zu hören. Wieder mal war ich überrascht, da ich so eine Einheit und Verbundenheit zwischen Sänger und Publikum noch nie zuvor so ausgeprägt erlebt hatte.

Switchfoot hätte an diesem Abend nichts besser machen können. Es war eines der gelungensten Konzerte, die ich bisher gesehen und miterlebt habe.

Fotos (c) Vera Schmidt

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