Kunstuni-Chor musiziert zum guten Zweck

Anfang des Monats fand am 3. Dezember das Benefizkonzert der Kunstuni Graz, zu Gunsten der Integration von MigrantInnen von ISOP, im Minoritensaal am Kameliterplatz statt. In gemütlich weihnachtlichem Flair, das bereits vom umrahmenden Weihnachtsmarkt, mitsamt leuchtendem Riesenrad herüber duftete,  lud der wunderschöne, in prunkvollem Barockstil bemalte Minoritensaal ein, wohltätig ein anderthalb-stündiges Konzert mit bunt gemischtem, durchaus geschmackvoll gewähltem Weihnachtsprogramm zu genießen. Dazu rezitierte Schauspielerin des Grazer Schauspielhauses und Nestroypreis Gewinnerin Birgit Stöger lyrische Werke im Einklang zur Musik.

Es ist jedes Mal eine riesige Freude, gemeinsam etwas aufzubauen; bunte Sprachen, zahlreiche Nationen – und ein Programm das verbindet und uns alle am selben Fleck berührt.

Das Besondere an der Veranstaltung ist, dass es sich bei dem beliebten KUG – Chor jedes Semester um eine ganz bunt gewürfelte Mitsängerschaft handelt. Langjähriger Chorleiter Franz Jochum, auch nebenbei in weiteren Chören aktiv, stellte sogar scherzhaft fest, man könne dieses Ensemble zum Chor mit den meisten vertretenen Nationen in ganz Europa küren. Österreich, Ungarn, Deutschland, Serbien, Asien, Russland, und und und… Ob aus purer Lust oder als Wahlfach: jedes Semester wird neu gemischt, ein Programm erprobt und das Ergebnis konzertiert.

Bleib bei uns, denn es will Abend werden!

Franz Jochum - Leiter des KUG Chors

Franz Jochum, Chorleiter

Dieses Jahr (unter dem lyrischen Motto: „Die Welt, die monden ist“)  war es zum Thema „Nacht“.Werke in Englisch, Ungarisch, Schwedisch und Deutsch – darunter Joseph Rheinbergers verträumtes, engelsgleiches „Abendlied“ („Bleib bei uns, denn es will Abend werden…“), währenddessen das Publikum der vollbesetzten Veranstaltung den Atem anhielt und ganz in einen schwebenden Zustand des Träumens tauchte. Vor allem die Soprani und Altstimmen seien hier zu loben. Herren manchmal leicht verschwommen.  Auch mehrere Kanons kamen zum Einsatz: teilweise von einem Trommelduett und einer virtuosen Saxophonistengruppe begleitet, oftmals mit Klavieruntermalung und sogar einigen mutigen Solosängern. Zwischen einer würzigen Portion „Pepp“ und zarten Abendklängen ist es Jochum gelungen, eine ausbalancierte Mischung zu wählen, die inklusive Zugabe bei Jung und Alt gut ankam. Ein netter Abend!
Auch nächstes Jahr darf mit einem Konzert gerechnet werden, vielleicht sogar mit instrumentaler Unterstützung des Orchesters der Kunstuni Graz.

fotocredits: Wenzel, Kultur-Land-Leben.

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