Trettmann bringt Wien zum Toben
Beats
Gesang/Rap
Entertainment
Stimmung
4.6STERNE

Rapper Trettmann heizt dem Publikum in der Grellen Forelle richtig ein.

Beim Betrachten der kleinen Bühne kurz vor Beginn des Konzerts, hätte man wahrscheinlich nie gedacht, was sich dort heute noch abspielen würde. Es ist der 17. Oktober; ein Dienstagabend. Der Nachtclub Grelle Forelle ist mäßig gefüllt, als Stefan Richter, alias Trettmann, mit genau 32 Minuten Verspätung die Bühne betritt. Wien ist der 13. Stopp seiner DIY-Tour.

Das Konzert

Er selbst ist es, der seinen Support-Act Joey Bargeld ankündigt. Dieser sorgt im Publikum für lockere Stimmung und steigert die Vorfreude auf den Haupt-Act.
Trettmann selbst betritt mit seiner Djane YO-C um 21 Uhr die Bühne. Jetzt ist der Club randvoll. Das Konzert ist ausverkauft. Die Show beginnt mit dem Intro des DIY-Albums
Der zweite Track „Knöcheltief“ (ein Feature mit Gzuz von der 187 Straßenbande) bringt die Menge zum Toben. Sie sollte sich auch für den Rest des Abends nicht mehr so schnell einkriegen. „Tretti“ lässt es sich nicht nehmen Raf Camora und Bonez MC Tribut für ihre Arbeit am Dancehall zu zollen. „Gott sei Dank“ heißt der gemeinsame Track von Trettmann, Raf und Bonez, der durch die vollgestopfte Halle dringt und das Publikum weiter toben lässt. Mit einem beeindruckenden Solo der Djane würde man eigentlich denken, die Veranstatlung habe ihren Höhepunkt erreicht. Doch dann spielt Trettmann eine seiner bekanntesten Produktionen – „Grauer Beton“.
Nach drei weiteren Liedern, die er zusammen mit Support Joey Bargeld performt, verabschiedet er sich und verlässt die Bühne. Es war jedem sofort klar, dass das nur ein vorübergehender Abschied ist. Das Publikum verlangt schallend nach einer Zugabe, die sie dann schlussendlich auch bekommt. Tretti verweist auf die Kollabo EP Herb & Mango mit Megaloh und spielt den darauf zu findenden Track „Dolce Vita“. Die Veranstaltung findet ihr tatsächliches Ende mit dem Song „120 Jahre“. Und als man denkt, die Menge könnte ja gar nicht mehr durchdrehen, haut die Djane einen Remix des Tracks raus. Das Konzert endet somit mit einem gewaltigen Toben des Publikums und einem sichtlich zufriedenen Trettmann.

Fazit

Viele verschwitzte und fröhliche Menschen, die einem beim Verlassen des Lokals entgegen kommen – was wünscht man sich nach einem Konzert mehr? Trettmann beweist absolutes Können in Sachen Entertainment. Er und sein Team scheinen sehr viel Spaß an ihrer Arbeit zu haben, was sich direkt auf das Publikum überträgt. Ein sehr gelungenes Konzert mit toller Musik und einem energiegeladenen Publikum.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.