Slayer live in Wien
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4.3Sterne

Am 7. November war der Gasometer in Wien ausverkauft und unzählige große und kompakte Männer mit Kutten bewegten sich zwischen Bierstand und Bühnenbereich, wo Kvelertak, Anthrax und Slayer zu sehen waren, hin und her.

Support aus Norwegen

Die Norweger von Kvelertak eröffneten den Abend, der Saal war aber noch nicht ganz so gut gefüllt. Dennoch konnte man hier und da eingeschworene Fans der Rockband sehen. Für mich war es das erste Mal, dass ich die interessante Combo live erleben durfte, und meine anfängliche Skepsis nach den ersten Songs verfiel im Laufe des Konzerts und es hat mich doch überzeugt. Bei so manchem Song haben sie Gitarren-Soli eingebaut, die an Stadion-Rock erinnerten, was eine ungewöhnliche Mischung zusammen mit dem Schrei-Gesang ergab. Optisch ist eigentlich nur der Sänger Erlend Hjelvik aufgefallen, der mit nacktem Oberkörper, kleiner Wampe und den langen Haaren mit Bart etwas an Johann Hegg von Amon Amarth erinnerte. Cooles Konzert, die Stimmung war aber lange noch nicht am Höhepunkt.

Anthrax, Joey Belladonna (c) Björn Franck

Anthrax, Joey Belladonna (c) Björn Franck

Zeit für Thrash

Munter und erfrischend ging es mit den New Yorker Thrashern von Anthrax weiter. Als alle Musiker auf der Bühne waren, hüpfte dann auch Sänger Joey Belladonna fröhlich hinter dem Vorhang hervor. Von da an war die Stimmung auf das Publikum übergesprungen und so wurde ein Thrash Hit nach dem anderen rausgehauen. Ein Moshpit hat sich in der Halbzeit der Show auch einmal aufgetan und neben den „Altrockern“ im Publikum, waren hier und da junge Burschen und Mädels um die 16 gekommen und sind mit Begeisterung zu den Thrash-Klängen aus vergangenen Jahren abgegangen.

Kerry King von Slayer (c) Björn Franck

Kerry King von Slayer (c) Björn Franck

Ssslllaaayyyeeerr

Mit Spannung wurde auf die Bühne geblickt, als die Intro-Töne bei Slayer erschallten, bis der Vorhang dann endlich fiel. Danach legten sie sofort, rasant wie gewohnt, los und die  Leute im Saal konnten sich nun nicht mehr zurückhalten. Eyecatcher auf der Bühne waren die vier verkehrten Kreuze, die von der Decke hingen. Frontmann Tom Araya hat eher wenig gesprochen, es wurde zügig ein Song nach dem anderen runtergeshredded, ohne viel Pause und drum herum, was mir gut gefiel, denn langes Gerede ist nicht immer notwendig. So werden es wohl auch viele andere im Saal gesehen haben, die munter weiter headbangen und Song für Song abgingen. Einige Klassiker wurden an diesem Abend eingebaut, so wie vor allem klarerweise am Ende der turbolenten Show. Als Verabschiedung gab es dann „South Of Heaven“, „Raining Blood“ und schließlich „Angel Of Death“. Eines der besten Slayer Konzerte die ich bisher gesehen habe, gute Songauswahl und eine gut gelaunte, immer noch motivierte Band, war an diesem Samstag im Gasometer zu sehen. Nach dem letzten „Hit“ der Band ging es dann klassischerweise für die meisten zu den Bierständen.

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