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Granada – Eh Ok
Song
Video-Idee
Video-Umsetzung
4.2Sterne

Wie visualisiert man die ur-österreichische Mentalität, dass eh alles nicht so schlimm ist? Granada wagen den Versuch einer Antwort.

Keine Ruhe kehrt im Hause Granada ein. Es ist offensichtlich, dass die Grazer Band die aktuelle Aufmerksamkeit nicht abebben lassen will, sondern sie weiterhin nutzen will, um an ihrem Status als eine der aufregendsten Neuentdeckungen des deutschsprachigen Musikmarktes weiterzuarbeiten.
Vor wenigen Tagen erschien ein Musikvideo zu einem ihrer Songs der ersten Stunde: „Eh Ok“. In der Nummer besingen Thomas Petritsch und Co. eine hierzulande beobachtbare mentale Schwerfälligkeit. Zum einen geht es darum, dass ja alles nicht so schlimm ist, wie es manchmal scheinen mag. Somit kann „Eh Ok“ als ein Aufruf zur Ruhe in turbulenten Tagen verstanden werden. Oder ist es doch eine Form der Kritik an der Angewohnheit, die Augen vor Problemen zu verschließen?
Es geht aber auch um diese Gemütlichkeit, lieber in den eigenen vier Wänden, lieber in der eigenen Stadt zu bleiben. Was natürlich weitgehend nachvollziehbar ist, wenn man „Palmen am Balkon“ und eine „Pina Colada“ in der Hand hat.

Is jo eh ois, eh ok halt
Ich glaub i bleib für immer hier,
denn wegfahren fällt ma ziemlich schwer

Im Zentrum des Musikvideos steht Thomas Petritsch. Mit animierten Skizzen wird rund um den Granada Frontmann und Sänger die romantische Tristesse dieser grundlegenden Einstellung, die scheinbar so viele Österreicher von Geburt an verinnerlicht haben, plakatiert. Die vier anderen Musiker hinter Granada bekommen ihren Auftritt erst im letzten Drittel des Videos.
Das Konzept stammt von Granada Manager Bernhard Kaufmann, der schon für die vergangenen Granada Videos hauptverantwortlich war. Die Zeichnungen stammen von Fabian Dankl vom HFA Studio. Die Produktion übernahm erneut Acoda.
Dem Team rund um Granada ist es ein weiteres Mal gelungen, ohne ausartende Special-Effects und ohne unnötigen Schnickschnack ein höchst ansprechendes Video zu einem Song zu gestalten.
Ab jetzt ist „Eh Ok“ nicht nur hörenswert, sondern endlich auch sehenswert.

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