Lausch goes visual mit "Salvador's Pain"
Professionalität
Story
Song-Video-Einheit
4.8Sterne

Vor knapp zwei Wochen veröffentlichten die progressive-alternative-Rocker Lausch das erste Musikvideo zu einem Song ihres aktuellen Albums „Glass Bones“.

Das visuelle Produkt ist zu der Nummer „Salvador’s Pain“ erschienen und kann sich definitiv sehen lassen – es ist höchst professionell, kurzweilig und gibt dem Zuseher jede Menge Interpretationsanstöße, ohne ihm eine bestimmte Ansicht aufzwingen zu wollen. Wir haben hinter die Kulissen geblickt.

„Salvador’s Pain“ und der Mann mit dem Bart

Lausch

Arnold Zanon, Alexander Lausch, Matthias Ledwinka (c) Panta R&E

Eigentlich hätte ein anderer Song als erstes in Form eines Musikvideos erscheinen sollen. Gute Ideen waren laut der Band vorhanden, doch der nötige Aufwand und die schlussendliche Produktion, um diese Ideen umzusetzen, wären nicht möglich gewesen. So entschieden sie sich kurzerhand dafür, ihre Einfälle beiseite zu legen und sich einem anderen Song zuzuwenden – „Salvador’s Pain“. „Die Ideen sind daraufhin nur so gesprüht. Innerhalb kurzer Zeit hatten wir dann auch das Skript zusammen, quasi aus einem Guss“, erzählt die Band.

Das Ergebnis ist ein durchdachtes Ganzes, eine einheitliche Geschichte, die durch diverse absurde Szenen aus ihren Ankern gehoben wird. Es ist also genau das, was man ein gelungenes Progressive Alternative Rock Video nennt. Es geht um Schuhe, um Partys, um Drogen, um Geld. Auch das ungreifbare Phänomen der Zeit, das in dem Song hinterfragt wird, wird aufgegriffen. Auf die Frage, warum sich Lausch für Gitarristen und Lead Sänger Alexander Lausch als Hauptdarsteller entschieden haben, antworten sie einfach mit: „This man has a beard like a bear. Put him in a suit, they said.“ Und sie haben ja Recht – der Bart macht schon etwas her.

Hinter den Kulissen

Bevor die Produktion eines ausgeklügelten Videos beginnen kann, bedarf es gründlicher Überlegungen zur Ausarbeitung und schlussendlichen Umsetzung. So wurde an den Ideen gemeinsam mit David Furrer, Gitarrist und Sänger bei Milk+, Austin Settle (Space Bulb Entertainment) und Jonathan Gabler (Management und Label von Lausch) gearbeitet. Ziel der Vorarbeiten war es, ein einheitliches Konzept zu entwickeln, um bei der Umsetzung am selben Strang zu ziehen. „Jeder hatte am Ende einen annähernd gleichen Streifen im Kopfkino laufen“, berichten Lausch.

Auch bei der letztendlichen Produktion waren dieselben Personen involviert. „Die Regie hatte David Furrer über, die großartige Kameraarbeit machte Austin Settle und den Schnitt teilten sich die beiden auf“, so Lausch. Für die Maske war Patricia Lehner zuständig und für das Colour Grading Daniel Hollerweger. Für den organisatorisch reibungslosen Ablauf der Dreharbeiten, die nur knappe drei Tage in Anspruch genommen hatten, war Jonathan Gabler verantwortlich. Dass das Team harmonisch und mit den gleichen Ideen im Kopf an die Arbeit gegangen war, kann man eindeutig am stimmigen Endprodukt erkennen.

In drei Tagen kann so einiges passieren – auch ein kleinerer Blechschaden war nicht ganz abzuwenden. „Der schrägste Moment war definitiv, als unsere Limo nicht um die Kurve konnte und mehrfach an derselben Stelle gegen eine Mauer prallte“, erzählen uns Lausch. „Der Fahrer hatte es nicht leicht. Es war eine ganz schöne Beule im Wagen.“ Ansonsten blieb aber alles und jeder größtenteils heil während dem Dreh. Auch die Beule ist im Video nicht wirklich zu sehen.

Das Musikvideo zu „Salvador’s Pain“ kann sich auf jeden Fall sehen lassen und ist eine perfekte Ergänzung zu dem musikalischen sowie textlichen Stil von Lausch. Wir freuen uns schon auf das nächste visuelle Projekt der Band.

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