LASKO und die Tortur des Beziehungsaus
Videoidee
Umsetzung
Text
Musik
4.3Sterne

Auch die Band LASKO versucht sich in ihrer neuen Single „Brennender Asphalt“ an der (momentanen) Erfolgsformel: Sudern, Saufen gemixt mit einer Prise (Liebes-)kummer.

Das Trio um Stefan Lasko veröffentlichte Anfang Mai sein erstes Album „Archiv der Dringlichkeit“. Die Wiener scheinen sich am Hype um Wanda zu orientieren, was Bandname und Inhalt vermuten lassen. Sie sind beim Texten jedoch deutlich kreativer. Ihre Musik klingt eigenen Angaben zufolge nach „Popmusik aus der Rumpelkammer. Wütend. Melancholisch. Hoffnungsvoll“

Diese Adjektive beschreiben ziemlich gut, was dem Ende mit Katja in „Brennender Asphalt“ folgt. Nach einem flüssigen Versuch den Schmerz zu vergessen, heißt es Flucht nach vorne. Und das, obwohl eigentlich alles still steht, nichts mehr weiterzugehen scheint.

Ich stecke fest. Mir ist so furchtbar kalt. Ich stecke fest und küsse brennenden Asphalt.

Im Video wird das Beziehungsdebakel durch ein Autorennen veranschaulicht. Je weiter der Song in die Zukunft geht, umso spannender wird das Kopf-an-Kopf-Rennen und umso aktiver werden auch die Fahrer. Wer gewinnt schlussendlich das Rennen, der Schmerz oder das lyrische Ich?

Das Video wurde mit Liebe zum Detail gedreht, kann sich somit definitiv sehen lassen. Musik und Text sind irgendwo zwischen Originalität und Mainstream verankert und haben vielleicht gerade deswegen das Potential, beim Publikum anzukommen. Ein Kritikpunkt zum Schluss bleibt leider die Bridge, die es im Gesang (auf Englisch mit Radiosound) nicht wirklich schafft, die Stimmung des restlichen Songs wiederzugeben.

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