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Mit Samira Dadashi einmal um die Welt
Stimmung
Bilder
Tiefgang
Qualität
4.2Sterne

Vielen Musikern ist bei der Wahl der Songtitel oder des Songtextes die Authentizität wichtig. Die persisch-österreichische Sängerin Samira Dadashi hat ihr aktuelles Musikvideo für den Song „Einmal um die Welt“ tatsächlich an 13 verschiedenen Orten in der Welt gedreht.

Das war für die Electro-Pop-Sängerin jedoch weniger eine anstrengende Aufgabe als viel mehr eine wunderbare Erfahrung. Da Samira Dadashi unglaublich gerne reist und sogar ihr Leben lang auf Weltreise gehen würde, falls dies möglich wäre, war die Arbeit am Video eine tolle Sache. Die Idee, in ganz vielen verschiedenen Ländern zu drehen, soll die Hauptaussage des Songs untermauern, wie uns Samira im Interview verraten hat: „Im Song geht es ja um das Leben, das wir bewusster erleben sollen, es viel mehr schätzen sollten und jeden Tag genießen sollten, weil es einfach viel schneller vorbei sein kann, als man denkt.“ Wenn du also heute die Welt sehen willst, dann tu es. Du weißt nicht, wie lange du noch Zeit dafür hast.

Zusammen mit ihrem Freund hat sie dann zahlreiche Momente der gemeinsamen Reisen festgehalten, sodass sie am Ende sogar zu viel Material hatten, um alle beeindruckenden Bilder verwenden zu können: „Wir hätten noch fünf Musikvideos damit machen können, weil wir so viele unglaubliche und wunderschöne Dinge gesehen haben“. Dank der Unterstützung von Regisseur und Cutter Shaho Casado ist dann aber letztlich ein gut dreiminütiges Video entstanden, das Samira an 13 verschiedenen Orten in der Welt zeigt. Am besten hat es ihr übrigens in Panama gefallen: „Ich habe Panama immer mit der Kindergeschichte von Janosch verbunden und mir das Land ganz anders vorgestellt: Aber in Panama-City waren Hochhäuser, eine richtige Skyline – das kennt man nur aus New York oder anderen großen Städten. Und gleichzeitig eine wunderschöne Altstadt – Panama City war echt top!“ Trotzdem war Samira auch von anderen Dingen auf ihren Reisen ganz begeistert, wie von Seesternen, weiten Sandstränden oder dem toten Meer. Diese Euphorie kommt in den Bildern rüber, wenn man sich das Musikvideo ansieht. Zwar ist die Bildfolge immer relativ schnell gestaltet, dennoch wirkt die 33-jährige Sängerin aus Wien stets unbeschwert und fröhlich. Auf diese Weise harmonieren Video und Song perfekt: Die musikalische Umsetzung des Themas ist Samira sehr gut gelungen. Melodie und Text stammen direkt von ihr, wobei sie sich gerne Ratschläge von ihrem Freund geben ließ. Beides geht gut ins Gehör, bleibt hängen und hat Wiedererkennungswert – ganz wie man es sich für einen gut gemachten Pop-Song wünscht.

Und in Zukunft?

Seit ihrer letzten Single „Vienna’s Calling“ sind nun fünf Jahre vergangen. Müssen sich die Fans von Samira wieder auf eine solch lange Wartezeit einstellen, bis es etwas Neues von ihr geben wird? Zum Glück nicht. Denn in ihrer Abwesenheit hat die Künstlerin eine Ausbildung zur Radiomoderation gemacht, zu sich selbst gefunden und sich außerdem um die Produktion ihres Musikvideos gekümmert. Die Single, die momentan über Amazon erhältlich ist, ist erst der Anfang: Ende September erscheint dann Samiras erste EP. Die Künstlerin verspricht eine musikalische Reise, auf die sie jeden gerne herzlich einladen möchte: „Die Reise kann man sich visuell so vorstellen: Es geht vom Sandstrand in die Wüste, auf die Dünen, dann zurück in den Orient zu meinen Wurzel und zu einem so schönen Moment, bei dem man eigentlich bleiben möchte“.

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