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Mother’s Cake mit Video zu Black Roses
Song
Idee
Umsetzung
Ästhetik
4.3Sterne

Mother’s Cake können auch James Bond Soundtracks machen. Filmisch sind sie bei „Black Roses“ jedoch näher am Horror-Genre.

Schon im Album-Verband von „No Rhyme No Reason“, dem dritten Mother’s Cake Studioalbum, war „Black Roses“ ein Song, der herausstach. Die Nummer drei des Albums war sicher keine bewusste Eigenwerbung für zukünftige James Bond Titeltracks, dass er tadellos als solcher funktionieren würde und die Band selbst das Zeug hat, diesen Job bravourös zu vollbringen, beweist er aber allemal.

Umso spannender durfte man seit einigen Wochen die filmische Umsetzung des Tracks erwarten, seit klar war, dass „Black Roses“ die zweite „No Rhyme No Reason“ Singleauskoppelung sein würde.
Visuell hat das Stück dann aber doch wenig mit James Bond zu tun. Viel mehr ist das Musikvideo irgendwo zwischen American Horror Story und Nine Inch Nails Ästhetik angesiedelt. Zwischen kühl und düster, lasziv und ekelerregend, zwischen beeindruckend und verstörend bewegt sich die Bildsprache zum neues Mother’s Cake Video. Im Gegensatz zu früheren Mother’s Cake Video wurde für „Black Roses“ ein großer Cast engagiert. Wir sehen nackte Haut, sich rekelnde Körper, pochende Herzen, religiöse Rituale, animalische Close-Ups, menschliche Abgründe, Schwarz-Weiß und Rot.

we’re going down
down the road

through our filthy desires

Das von Marie-Thérèse Zumtobel, Anselm Hartmann (Regie), Theresa Winkler, Lea Felizitas Helm (Produktion), Anna Grenzfurthner und Roland Stöttinger (Schnitt) umgesetzte Video ist wohl das bislang aufwendigste des Tiroler Progressive-Trios.

Um zum Punkt zu kommen: Großer Song und großes Kino in drei Minuten und 45 Sekunden.

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