One Mile to Nowhere bleiben geradlinig
Konzept
Schnitt
Kamera
Song
3.2Sterne

Eingängige Gitarrenlines, kantiger – doch melodiöser Gesang, schwarz gewandet und Sonnenbebrillt, das sind One Mile to Nowhere. Die Hard Rocker haben nun ein neues Video heraus gebracht.

Inzwischen sind die fünf Kerle plus Lady von der Oberösterreichischen Melodic Hard Rock-Formation One Mile to Nowhere seit fünf Jahren gemeinsam unterwegs. Was noch als einfaches Coverprojekt von Legenden wie Metallica, Black Sabbath und AC/DC begonnen hat, hat sich über die Jahre immer weiter entwickelt und wurde schließlich zu einer selbstständigen Band. Inhaltlich handelt ihr Schaffen über zwischenmenschliche Themen und von einer aufrechten, unverfälschten Lebensweise.

Klangvolle Rockballade

Letztere scheint auch in ihrem neuesten Schaffenswerk verarbeitet worden zu sein. Mit „Hollywood“ haben die Oberösterreicher heuer nach „Jacky O“ bereits ihr zweites Video heraus gebracht. Während „Jacky O“ jedoch noch etwas schneller und leichter daher kommt, handelt es sich bei „Hollywood“ um eine nachdenkliche und getragene Rockballade, die One Mile to Nowhere von ihrer ernsten Seite zeigen.

Veröffentlicht wurde das Video am 02. September. Zunächst muss schon mal positiv erwähnt werden, dass aus der neuen Nummer eine eindeutige technische Entwicklung herauszuhören ist. So ist der Song zum Beispiel besser abgemischt, als das vor zwei Jahren erschienene Album „The Way To Perdition“ und hört sich insgesamt auch ausgereifter an.

Werk mit Schönheitsfehlern

Der Song selbst überzeugt durch melodiöse Gitarrensoli und Stefan Mayers Vocals, die spielerisch zwischen weich und rau wechseln. Die Handlung des Videos selbst teilt sich in zwei Stränge auf: Einerseits beobachtet man Stefan beim Singen mitten in einem verschneiten Wald, andererseits sind da die restlichen Bandmitglieder, die auf einer Couch vor der Glotze rum hängen. In dieser läuft neben den Bundys aus „Married with Children“ auch das Video von Stefan im Wald. „Hollywood“ hat einige reizvolle Details zu bieten, wie eine gut platzierte Slomo oder abwechslungsreiche Kameraperspektiven. Dann gibt es aber auch wieder so Schönheitsfehler, wie die teils nicht ganz passende Übereinstimmung von Lippenbewegung und Stimme.

Gesamtheitlich betrachtet ist „Hollywood“ sehr hörenswert, dafür aber leider weniger sehenswert. Zwar ist man sich des Konzepts hinter dem ganzen Video und was One Mile to Nowhere mit der optischen Untermalung verdeutlichen wollen bewusst, doch ist die Botschaft noch zu wenig klar herausgearbeitet und auch ein roter Faden geht dem ganzen ab. Ist aber auch verkraftbar, „Hollywood“ lädt ohnehin zum Kopfkino ein.

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