Das DJ-Kollektiv Ogris Debris, bestehend aus Gregor Ladenhauf und David Kohlmeigner, hat im April sein neues Album „Constant Spring“ released. Den Titel „Brainfreeze“ gibt es jetzt auch in visueller Form.

Verspielte elektronische Klänge beamen die Hörer in ein etwas anderes Universum. Man treibt im All und während man wartet, was passieren wird, lädt die Musik ein, sich von ihr führen zu lassen. Die Tanzbewegungen kommen fast wie von selbst. In der Mitte des Songs fügen sich die Lyrics dezent in das Gesamtbild ein. Das Sample „Sie gefallen mir. (Sie gefallen mir sehr.)“ taucht im Songverlauf immer wieder auf, gefolgt von einem verklingenden Lachen. Es ist ein wichtiges Element, das dem Song den nötigen Kick gibt und ihn davon abhält, ganz abzudriften.

Video

Mit „Brainfreeze“ taucht man in eine Art Kurzgeschichte ein, die durch ein minimalistisch eingerichtetes Raumsystem führt. Die weibliche Hauptperson wechselt ständig ihren Standort und vollzieht dabei einfache Handlungen, die auch über die Räume miteinander verknüpft sind. Die Idee ist sehr kreativ umgesetzt. Ein Kaninchen, das schlussendlich mit einer Karotte gefüttert wird, die zuvor unerklärlicherweise aufgenommen wurde, gibt dem Video den animalischen Bonus. Eine Verbindung zwischen Video und Song ist schwer nachvollziehbar, aber es ist auf jeden Fall schön anzusehen.

Fazit

Der Dancefloor-Pop hält, was er verspricht: Tanzbare Musik, die es schafft, einen mitzureißen, und der nicht nervig wird, weil man auf keinen Drop warten muss, der nie kommt. Das Video entwickelt eine Art Eigenleben. Daher sollte es eher als eigenes Werk betrachtet werden, anstatt als visuell ausgeformte musikalische Idee, denn die Komplexität lenkt vom eigentlichen Song ab.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.